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Monza-Quali

Die drei Pannen von Lewis Hamilton

Foto: dpa

Im Regen-Qualifying von Monza musste das F1-Establishment eine herbe Schlappe hinnehmen. Vizeweltmeister Lewis Hamilton traf es mit Rang 15 besonders hart.

13.09.2008 Michael Schmidt

Für die Fans ist die Startaufstellung zum GP Italien ein Traum. Die WM-Aspiranten Felipe Massa, Robert Kubica, Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton starten in Monza von den Plätzen 6, 11, 14 und 15. WM-Spitzenreiter Hamilton kann sich über diese Konstellation gar nicht freuen. Der Engländer zuckte die Schultern. "Solche Tage gibt es im Motorsport hin und wieder. Das muss man schnell abhaken. Mein Ziel heißt jetzt: so viele Punkte wie möglich zu holen."

Falsche Reifenwahl

Das Drama von Monza begann zu Beginn des zweiten Abschnitts der Qualifikation. Hamilton und sein Renningenieur Phil Prew entschieden, auf Intermediates auf die Bahn zu gehen. Alle andere Fahrer waren auf Extremwetterreifen unterwegs. McLaren-Teamchef Ron Dennis verteidigte die Reifenwahl seines Fahrers. "Wir hatten am Freitag analysiert, ab welcher Rundenzeit man Intermediates fahren kann. Wir lagen um eineinhalb Sekunden innerhalb dieser Grenze."

Auf die Frage, warum McLaren nicht auf Nummer sicher gespielt hatte, meinte Dennis: "Zum Zeitpunkt unserer Entscheidung wussten wir nicht, was die anderen tun würden. Außerdem sagte unser Wetterradar, dass der Regen nicht schlimmer werden würde."

Pech mit der FIA-Waage

Hamilton sah seinen Fehler schon in der ersten Runde ein und kam sofort zurück an die Box, hatte aber das Pech, dass der Zufallsgenerator ihn samt Auto auf die FIA-Waage zwang. Bis der Engländer richtig bereift wieder auf die Strecke ging, waren viereinhalb der insgesamt 15 Trainingsminuten verstrichen. Am Ende seiner Einführungsrunde begann der Himmel dann seine Schleusen richtig zu öffnen. 

Bremsscheiben verglast

Doch selbst das reicht als Erklärung nicht aus. Felipe Massa schaffte es, trotz der Sintflut noch mit 1:36.626 Minuten ins Top Ten-Finale zu kommen. Hamilton dagegen konnte die 1:39er Marke nicht knacken. "Die Bremsen haben verglast", klagte der McLaren-Pilot. Das kann passieren, wenn die heißen Scheiben eine lange Abkühlphase haben. "Sie kommen dann nie wieder auf Temperatur", erklärte Ron Dennis.

Der Chef des Hauses sieht für seinen Starpiloten allerdings noch nicht schwarz. "Wir haben ein sehr starkes Auto, guten Top-Speed und wir werden die bessere Strategie haben als die Fahrer in den Top Ten." Dennis sagte mit Blick auf die ungewöhnliche Startaufstellung auch: "Wer heute einer guten Trainingszeit zuliebe das Auto auf Regen abgestimmt und wenig Benzin an Bord genommen hat, wird im Rennen keine Chance haben."

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