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Monza-Setup

Fährt McLaren zu viel Flügel?

Toro Rosso - GP Italien - 8. September 2011 Foto: Grüner 69 Bilder

Monza ist das Rennen der Mini-Flügel. McLaren hat im Vergleich zu den anderen Teams die größten Heckflügel im Gepäck. Wieder einmal. Jetzt treibt Jenson Button und Lewis Hamilton die Frage um: Ist das eine Niete oder eine Trumpfkarte?

08.09.2011 Michael Schmidt

Jenson Button begann seinen Monza-Donnerstag mit einem Gang durch die Boxengasse. Dabei fiel ihm auf: "Die anderen haben viel kleinere Flügel dabei als wir. Einige davon sind nicht viel größer als zwei DINA 4-Blätter Papier." Da stellt sich die Frage: "Haben wir verzockt, oder wird uns der große Flügel helfen?"

Der Weltmeister von 2009 ist ein Experte in Sachen Heckflügel. Im Vorjahr wählte er einen Spa-Flügel, während Teamkollege Lewis Hamilton auf die übliche Monza-Version setzte. Und dann passierte, was keiner für möglich gehalten hatte: Button fuhr mit der Riesenschaufel schnellere Rundenzeiten als Hamilton, obwohl ihm auf der Geraden über 15 km/h auf den Stallrivalen fehlten.

Unterschied F-Schacht - DRS

Button ist nicht sicher, ob der Trick auch in diesem Jahr wieder funktioniert. "Letztes Jahr hatten wir den F-Schacht. Der hat auf allen Geraden den Luftwiderstand reduziert. Mit dem DRS-Flügel trifft das nur auf das Training zu. Im Rennen dürfen wir ihn nur an zwei Stellen benutzen, profitieren also auch nur eingeschränkt davon."

Hamilton führt noch einen zweiten Punkt ins Feld: "In diesem Jahr produziert der Diffusor viel mehr Anpressdruck, weil wir die Auspuffgase nutzen, um die Wirkungsweise zu verbessern. Das erlaubt es, Heckflügel mit weniger Luftwiderstand einzusetzen als im letzten Jahr." Der Button-Trick könnte sich also diesmal nicht auszahlen. Auch Hamilton fürchtet, dass McLaren vielleicht zu große Flügel nach Monza mitgebracht hat.

Zahlt sich großer Heckflügel im Rennen aus?

Für eine Runde im Training könnte er mit seinen Zweifeln Recht haben. Im Rennen allerdings könnte sich der zusätzliche Abtrieb zum Vorteil umkehren. Weil mehr Anpressdruck die Reifen schont. Button hat damit in dieser Saison schon einen Grand Prix gewonnen. Auch für Montreal war McLaren mit zu großen Flügeln angereist. Im Rennen erwies sich die Maßnahme als Joker. Buttons McLaren hielt seine Reifen viel besser in Schuss als Sebastian Vettels Red Bull. Und konnte so den Weltmeister in der letzten Runde in einen Fehler hetzen.

Deshalb ist sich auch Williams-Technikchef Sam Michael nicht sicher, welcher Weg im Bezug auf den Heckflügel der richtige ist. "Wir werden am Freitag einen Spa- gegen einen Monza-Flügel testen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass mehr Abtrieb die bessere Lösung sein könnte."

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