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Monza-Strategie

Wie lange halten die Reifen durch?

Jenson Button - Formel 1 - GP Italien - 08. September 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Eigentlich ist Monza ein klassisches Einstopprennen. Die Simulationen rechnen bei optimalen Bedingungen mit einem Vorteil von zehn Sekunden für einen Stopp. Trotzdem könnten einige Teams zu einer Zweistoppstrategie gezwungen sein. Das Fragezeichen ist der rechte Vorderreifen. Wir erklären warum.

09.09.2012 Michael Schmidt

Früher gab es für die Strategen beim GP Italien eine einfache Regel. Es wird einmal gestoppt. Und wer später stoppt, gewinnt. Kritiker werden einwerfen, dass Sebastian Vettel 2011 mit zwei Stopps gewonnen hat. Das konnte er sich leisten, weil er dem Rest des Feldes haushoch überlegen war. In der Theorie ist ein Einstopprennen in Monza um zehn Sekunden schneller als eine Zweistoppstrategie. Sie ist auch mit weniger Risiken behaftet. Bei Reifenwechsel kann nur ein Mal etwas schief gehen. Und die Chance, dass man in den Verkehr fällt, ist bei einem Stopp geringer.

Reifen haben zwei Phasen

Der Gripverlust der Reifen über die Distanz ist relativ gering. Die Sorgen um hohen Verschleiß am linken Vorderreifen erwies sich wie in Spa als unbegründet. Also spräche alles für ein Rennen mit einem Reifenwechsel. Dazu Ross Brawn: "Die Reifen machen hier zwei Phasen durch. In der ersten nimmt der Grip kaum ab. Doch dann kommt der Punkt, wo der Reifen dramatisch einbrechen wird. Der Zeitpunkt, wann dieser Punkt kommt, wird entscheidend sein, ob man sich ein Einstopprennen leisten kann. Wer zu früh auf den zweiten Reifensatz wechselt, könnte am Ende große Probleme bekommen, weil er dann am Ende des Rennens zu früh in diese zweiten Phase fallen könnte."

Inzwischen sickerte durch, dass beim heutigen Rennen noch ein weiterer Faktor ins Spiel kommen könnte, der die Teams dazu zwingt, mit zwei Stopps zu kalkulieren. Das Problem liegt im rechten Vorderreifen, also dem kurveninneren in den schnellen Kurven Lesmo und Parabolica. Die innere Schulter des rechten Vorderreifens leidet, vor allem in der Parabolica. Da schrubbt sich bei zu viel Radsturz die Gummischicht bis zur Karkasse weg. Pirelli gab den Teams aus Sicherheitsgründen zwei Empfehlungen. Der Radsturz vorne durfte nicht über 3,5 Grad gehen, der Luftdruck nicht unter 19 PSI.

Risiko Reifenplatzer

Der Reifenhersteller war nicht sicher, wann das Problem eintreten würde. Ein McLaren-Ingenieur verrät: "Es kann alles zwischen Runde zehn und Runde 25 sein. Du siehst es, wenn die Innenschulter weiß wird. Dann solltest du innerhalb der nächsten drei, vier Runden reikommen, sonst riskierst du, dass dir der Reifen platzt."
 

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