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Monza-Tests

Schumi Schnellster

Foto: dpa

Am ersten von drei Testtagen in Monza legte Michael Schumacher am Mittwoch (1.9.) die Bestzeit vor. Der siebenfache Weltmeister blieb auf der knapp 5,9 Kilometer langen Strecke durch den königlichen Park am Rande Mailands auf seiner schnellsten Runde um 0,042 Sekunden schneller als sein Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello.

02.09.2004

Deutlich abgeschlagen markierte BAR-Testfahrer Anthony Davidson die drittbeste Zeit, 0,832 Sekunden hinter Schumacher.

Das Programm der Roten umfasste Reifentests. Auch neue Aerodynamikteile wurden von den beiden Stammpiloten ausprobiert. Derweil prüfte Testpilot Luca Badoer auf der hauseigenen Strecke in Fiorano neue Komponenten für die Saison 2005. Am Donnerstag zündet Ferrari eine neue Motoren-Ausbaustufe; am Freitag wird auf einem Long-run eine Renndistanz simuliert.

Die Höchstgeschwindigkeit von Schumacher, der seine Bestzeit bereits am Vormittag setzte, betrug 362 Kilometer pro Stunde. Schumacher erzielte diesen Wert ohne helfenden Windschatten. Antonio Pizzonia im Williams-BMW war lediglich um zwei Km/h langsamer. Experten gehen davon aus, dass mit Windschatten Tempi von über 370 Km/h möglich sind.
McLaren haderte wie schon in Ungarn mit einem Auto, das sich nur schwierig über die Randsteine bewegen lässt. In Monza werden die Silbernen sicherlich nicht so gut ausschauen wie zuletzt in Spa. Obendrein beeinträchtigte eine fehlerhafte Motorenspezifikation den ersten Testtag. Morgen soll ein Mercedes-Triebwerk mit anderen Kolben zum Einsatz kommen, das 500 Umdrehungen höher gedreht werden kann.

Reifenhersteller Michelin hat darauf hingewiesen, dass keineswegs eventuelle Fabrikationsfehler für die Reifenschäden von Spa vberantwortlich zu machen sind. Die Franzosen führten drei Gründe an: Erstens sei man vor zwei Jahren mit einer wesentlich schwächeren Konstruktion in Spa ins Rennen gegangen. Damals traten aber keine Reifendefekte auf. An der Konstruktion kann es also nicht gelegen haben. Zweitens platzten die Reifen auf Streckenteilen, wo eine wesentlich geringere Belastung auf den rechten Hinterreifen wirkte als beispielsweise im Abschnitt Blanchimont. Drittens stellten sich die Defekte nach unterschiedlich absolvierten Distanzen ein: nach zwei, acht und nach zwölf Runden. Doch teilweise blieben die Reifensätze bis zu 21. Runden auf den Autos - und hielten. Ergo spricht alles dafür, dass das Räubern über die zu hohen inneren Beton-Ränder in der neuen Schikane die Flanken beschädigte, beziehungsweise das Aufpicken von scharfen Bruchstücken aus Kohlefaser-Material, das nach diversen Unfällen auf der Strecke lag.


Die Testzeiten

1. Michael Schumacher, Ferrari 1.20,194
2. Rubens Barrichello, Ferrari 1.20,236
3. Anthony Davidson, BAR 1.21,066
4. Takuma Sato, BAR 1.21,453
5. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW 1.21,649
6. Fernando Alonso, Renault 1.21,698
7. Christian Klien, Jaguar 1.21,748
8. David Coulthard, McLaren-Mercedes 1.21,809
9. Antonio Pizzonia, Williams-BMW 1.21,851
10. Giancarlo Fisichella, Sauber 1.22,028
11. Olivier Panis, Toyota 1.22,043
12. Jarno Trulli, Renault 1.22,295
13. Alexander Wurz, McLaren-Mercedes 1.22,374
14. Mark Webber, Jaguar 1.22,376
15. Ryan Briscoe, Toyota 1.22,757
16. Giorgio Pantano, Jordan 1.23,347
17. Bas Leinders, Minardi 1.23,446

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