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Mosley: Brief an FIA-Mitglieder

Max Mosley hat knapp zwei Wochen vor der entscheidenden Generalversammlung des Internationalen Automobilverbandes FIA vor seiner Abwahl wegen der Sex- und angeblichen Nazi-Affäre gewarnt.

Ein Wechsel an der FIA-Spitze könne die Position der FIA schwächen, die sich derzeit in Verhandlungen mit den kommerziellen Rechteinhabern der Formel 1 - der Investmentgesellschaft CVC und Bernie Ecclestone - befände, schrieb der Brite an die FIA-Mitglieder. "Während der zwei- bis viermonatigen Wahlperiode würden die komplexen Verhandlungen verlangsamt oder sogar eingestellt", wurde aus Mosleys Brief in verschiedenen Medien zitiert.

Sollte das Votum bei der von ihm selbst erwünschten außerordentlichen Versammlung am 3. Juni in Paris gegen ihn ausfallen und anschließend ein neuer Präsident installiert, würde dieser das Amt ohne Hintergrundwissen übernehmen, so Mosley. Oder es handle sich um jemand, der gewählt würde mit Unterstützung derer, mit denen gerade verhandelt würde. Er selbst sei weiter entschlossen, für die Rechte und die Rolle der FIA in der Formel 1 zu kämpfen, beteuerte Mosley.

Der Skandal um den FIA-Boss war durch einen Bericht der britischen Boulevard-Zeitung "News of the World" ins Rollen gebracht worden. Sie hatte von einem über fünfstündigen Video berichtet, das Mosley bei sexuellen Rollenspielen mit fünf Prostituierten zeigte. Mosley bestritt seine Beteiligung nicht, wohl aber jede Verbindung zum Nationalsozialismus, die das Blatt hergestellt hatte. Der Jurist spricht seit Bekanntwerden des Videos von einer Verschwörung. Am kommenden Wochenende wird beim Großen Preis von Monaco mit seinem erstmaligen Erscheinen bei einem Formel-1-Rennen seit der Video-Veröffentlichung am 30. März gerechnet.

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dpa

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