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Mosley erpresst Formel 1-Teams

Foto: Wolfgang Wilhelm 32 Bilder

Die Geduld des FIA-Chefs ist nach dem Unfall von Ralf Schumacher in Indianapolis erschöpft. Max Mosley will das Tempo der Autos senken. Sollten die Teams weiter gegen Regeländerungen mauern, droht der Engländer mit einem Alleingang.

24.06.2004

Dieverse Hochgeschwindigkeits-Unfälle wie zuletzt der von Ralf Schumacher in Indianapolis bestärken FIA-Präsident Max Mosley das Thema Sicherheit mit höchster Eile voranzutreiben. Bis Montag (28.6.) haben die Formel 1-Teams Zeit, sich auf Tempo-senkende Maßnahmen zu einigen. Sollte dies während der Sitzung der Formel 1-Kommission nicht geschehen, will Mosley das Heft selbst in die Hand nehmen.

Der FIA-Chef hatte vor zwei Monaten mit Hilfe diverser Teamchefs eine Liste mit Regeländerungen ausgearbeitet, die das Tempo in der Formel 1 senken sollen. Dabei ist eine Reduzierung des Hubraums auf 2,4 Liter ebenso vorgesehen, wie die Beschneidung der Aerodynamik und die Rückkehr zu Einheitsreifen. Zwei Monate ließen die Rennställe und Hersteller verstreichen, nun macht Mosley Druck.

Mosley: "Müssen jetzt handeln"

"Die technische Arbeitsgruppe der Formel 1 redet schon seit zwei Jahren darüber, dass wir die Motorleistung reduzieren müssen", sagte Mosley gegenüber der englischen Zeitung Daily Telegraph. "Wir haben bei Massa und Ralf Schumacher gesehen, dass die Geschwindikeit gefährlich hoch geworden ist. Wir müssen jetzt handeln."

Am kommenden Mittwoch (30. 6.) tagt das FIA-World Council. Dort will Mosley drei Regelpakete verabschieden lassen. Teams und Hersteller sollen dann eine weitere Frist von 45 Tagen erhalten, um eines der drei Pakete abzusegnen. Falls es wieder keine Einigung gibt, ist Mosley zum Alleingang bereit: "Wenn die Teams mit den Regeln nicht zur Sache kommen, tun wir es"

Max Mosley: "Mittel, um Druck auszuüben"

Das Werkzeug, mit dem Mosley die Formel 1-Beteiligten aushebeln will, ist Artikel 7.5. des Concorde-Agreements. Besagter Artikel wurde nach dem Senna-Unfall 1994 ins Regelwerk aufgenommen und erlaubt der FIA in Punkten, die die Sicherheit betreffen, ohne die sonst erforderliche einstimmige Zustimmung der Teams Regeln zu ändern. "Ich erwarte keine Einigkeit. Artikel 7.5. ist ein Mittel, um Druck auszuüben" sagt Mosley.

Mosley hat Artikel 7.5. schon mehrmals mit unerbittlicher Härte angewendet. So setzte er im Alleingang eine Hubraumreduzierung von 3,5 auf drei Liter durch, verordnete den Chassis eine Stufe im Unterboden und führte Rillenreifen ein. Zuletzt kam der Artikel 2003 in Monaco zur Anwendung. Seitdem sind Sichtschutzwände in den Boxen und jegliche Abdeckungen zur Geheimhaltung verboten.

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