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Mosley

Formel 1 mit elf Teams

Foto: Daniel Reinhard

FIA-Präsident Max Mosley sicher, dass das zweite Honda-Team von Aguri Suzuki 2006 starten darf. Im Buhlen um eine Zustimmung der anderen zehn Rennställe ist eine Eingigung in Sicht. Sollten die Verhandlungen scheitern, droht der Sportbehörde eine Klage.

21.12.2005

Die Formel 1 hat sich wieder einmal mit politischen Spielchen selbst in Bedrängnis gebracht. Aguri Suzuki hofft, bangt und verhandelt gerade mit Vehemenz, um mit Honda-Hilfe 2006 ein elftes Team an den Start zu bringen, doch immer noch fehlt die Zustimmmung des Midland-Teams.

Das Team des Russen Alex Shnaider hat Sorge, von der Super Aguri-Mannschaft geschlagen zu werden, und damit siebenstellige Einnahmeausfälle aus Preisgeldern und Transportzuschüssen hinnehmen zu müssen. Seitdem "prüft" man die Bewerbung von Suzuki und die eigenen Optionen. Angeblich hat Midland Geldforderungen gestellt, die Suzuki oder Bernie Ecclestone leisten sollen.

Komplizierte Situation

Die Gerüchteküche munkelt, dass eine Einigung kurz bevor stehe. Max Mosley wird konkreter: "Ich bin sicher, dass 2005 elf Teams am Start sein werden." Ausgerechnet der FIA-Chef sorgte mit seiner Behörde für die komplizierte Situation, dass plötzlich alle zehn eingeschriebenen Teams den Start des Neulings befürworten müssen.

Dieses Verfahren ist erst notwendig geworden, nachdem die Sporthoheit FIA wegen eines Formfehlers die Bewerbung des japanischen Rennstalls abgelehnt hatte. Zum Einschreibeschluss lag die geforderte Garantiesumme von 48 Millionen Dollar nicht in Genf, sondern bei einer Bank in Tokio vor.

Max Mosley: "Keine schlechten Aussichten"

Nun räumt Mosley ein, dass Suzuki auf die Genehmigung der anderen Teams möglicherweise gar nicht angewiesen ist. Der gelernte Jurist hält es für möglich, dass Aguri Suzuki vor dem FIA-Berufungsgericht in Paris Klage einreichen könnte. "Die Aussichten wären vermutlich gar nicht so schlecht", sagt der gelernte Jurist Mosley.

Insider gehen davon aus, dass Mosley und Ecclestone mit der formalen Ablehnung Druck auf Honda ausüben wollten, der Herstellervereinigung den Rücken zu kehren und das neue Concorde-Abkommen zu unterschreiben. Honda-Chef Takeo Fukui hat nun erstmals bekundet, man wolle Suzuki nicht nur mit Motoren beliefern, sondern auch als Sponsor auftreten.

Mit dem öffentlichen Schulterschluss zwischen Honda und Suzuki dürften auch die Zweifel über die Seriosität des Super Aguri-Teams ausgeräumt sein. Frank Williams und Flavio Briatore hatten zuvor Unterlagen von Suzuki angefordert, um sich ein Bild üner die Ernsthaftigkeit der neen Bewerbung zu machen.

Suzuki bereitet zur Zeit im englischen Leafield 2002er Arrows-Chassis mit Honda V8-Triebwerken und Bridgestone-Reifen vor, um rechtzeitig zu Saisonbeginn in Bahrain (13.3.) fahrfertige Autos zu haben. Zur Europasaison sollen dann neue Chassis zum Einsatz kommen. Honda stellt angeblich 50 Ingenieure ab, um Teamchef Suzuki und Fahrer Takuma Sato unter die Arme zu greifen.

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