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Mosley

"Kein Geld für Hersteller"

Foto: Wolfgang Wilhelm

Der FIA-Präsident zieht die nächste radikale Idee aus dem Hut. Ginge es nach Max Mosley, sollten Hersteller in der Formel 1 kein Geld mehr aus den Preisgeld-Töpfen kassieren.

06.02.2006 Markus Stier

Max Mosley, der die ersten Jahre seiner FIA-Regentschaft weitgehend damit verbrachte, möglichst vielen Auto-Herstellern möglichst vieles recht zu machen, geht seit zwei Jahren zunehmend auf Konfrontationskurs. Nun schwingt sich der englische Anwalt zum Robin Hood des Motorsports auf. Sein jüngster Coup: Aus den Preis- und TV-Geldtöpfen die nach einem komplizierten Schlüssel an die Teams verteilt werden, sollen die Werksteams keinen Heller mehr sehen.

Die entwaffnend einfache Begründung: Seine Pläne zur Kostenreduzierung würden weit mehr Geld einsparen, als die Hersteller an Preisgeldern wieder einfahren können. Dass die Herstellervereinigung ihr Befremden über den Plan ausdrückt, irritiert Mosley nicht weiter.

Mosley: "Wettbewerb verbessern"

Er will unbeirrt das Geld "den Armen" geben. "Es ist doch sinnvoll, das Geld, dass sie bekommen hätten, den kleinen, unabhängingen Teams zu geben, um den Wettbewerb zu verbessern", sagt Mosley und schlägt damit unverhohlen ein Subventionssystem für die Formel 1 vor.

Dass die Herstellergemeinschaft GPMA anführt, dass Mosley als Leiter des Sportverbandes die kommerziellen Belange nichts angingen, prallt am FIA-Chef mühelos ab: "Ich glaube, sie missverstehen die Situation. Dass wir nicht von irgendeiner Meisterschaft profitieren dürfen, heißt nicht, dass wir dort nicht eingreifen können."

Gegenüber der BBC schloss Mosley mit den Worten: "Die Leute, die einen großen Haufen Geld haben, sollten etwas weniger haben, und die die wenig Geld haben, sollten mehr davon bekommen." Haben wir das nicht irgendwo schon mal gehört?

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