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Mosley krempelt die FIA um

Foto: Wolfgang Wilhelm 37 Bilder

FIA-Präsident Max Mosley fühlt sich überlastet und will einen Teil seiner Aufgaben abgeben. Mit der Umstrukturierung der FIA gibt der Brite nur scheinbar Macht ab. Nebenbei betreibt Mosley seine Wiederwahl.

05.04.2005

"Die FIA ist eine sehr komplexe Oragnisation geworden, die nicht nur alle möglichen Arten des Motorsports reguliert, sondern in den vergangenen Jahren auch einen immer größeren Einfluss auf den täglichen Straßenverkehr bekommen hat", schrieb Max Mosley in einem Brief an die Mitglieder der FIA-Vollversammlung.

Mosley fordert eine vollständige Umstrukturierung der Féderation Internationale de Automobile in Paris. "Es liegt auf der Hand, dass diese Aufgaben nicht mehr nur von einem Präsidenten und seinem Sekretariat erledigt werden können." Mosley schwebt stattdessen eine Art Regierung vor.

Mosley: Mehr Transparenz und Demokratie

Einzelne Themenfelder - von den Euro-NCAP-Crashtests bis zum Formel 1-Regelwerk sollen künftig von Ressortchefs, ähnlich wie Minister in Regierungen, bearbeitet werden. Der Umbau soll nicht nur die Effizienz des weltweit operienden Automobilverbandes erhöhen, Mosley verspricht auch mehr Transparenz und Demokratie.

So sollen künftige Präsidentschaftskandidaten mit einer Art Regierungsprogramm aufwarten und eine dazu passende Mannschaft vorstellen. Bisher ernannte der FIA-Chef seine Mitarbeiter nach der Wahl nach Gutdünken.

Große Mehrheit

In einer außerordentlichen Sitzung am 31. März soll die Vollversammlung laut dem britischen Online-Dienst "Autosport-Atlas" mit großer Mehrheit für Mosleys Pläne gestimmt haben.

Für den Engländer ist dieses Votum eine vielversprechende Standortbestimmung für eine mögliche Wiederwahl - eine schlechte Nachricht für einige Formel 1-Teamchefs. Unzufrieden mit Mosleys Regelpolitik rotteten sich einige Team-Oberhäupter zusammen und überlegten, welchen Gegenkandidaten man unterstützen könne um Mosleys vierte Legislaturperiode zu verhindern. Der 64-Jährige ist seit 1993 FIA-Präsident.

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