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Mosley verteidigt Reglementsreform - Lob für Schumi

Foto: dpa

Max Mosley, der Präsident des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA), hat Michael Schumacher ein dickes Lob ausgesprochen und die geplanten einschneidenden Reglementsänderungen in der Formel 1 verteidigt.

21.05.2004

"Michael macht einen brillanten Job. Ich glaube nicht, dass seine Dominanz der Formel 1 schadet", sagte der Brite am Freitag (21.5.) vor Journalisten in Monte Carlo. "Dies tut eher das aktuelle Renngeschehen. Wir müssen die Autos ändern."

Ihre Vorschläge für radikale Veränderungen hatte die FIA vor vier Wochen in Imola bekannt gegeben. Diese sollen spätestens in der Saison 2008 gelten, teilweise bei Zustimmung der Teams aber schon früher eingeführt werden. Ziel ist unter anderem, durch weniger Elektronik, geringere Motorleistung, eingeschränkte Aerodynamik und Einheitsreifen den Grand-Prix-Sport spannender und billiger zu machen.

Mosley: Mehrheit für 2,4-Liter-Motoren

Mosley erklärte in Monte Carlo, dass eine Mehrheit die Reduzierung der Motoren von derzeit drei auf 2,4 Liter Hubraum sowie von zehn auf acht Zylinder befürworte. Zudem sollen die Triebwerke zwei Rennwochenenden eingesetzt werden. Für kleinere Teams ohne einen Automobilhersteller als Partner seien diese Motoren wesentlich billiger.

Durch aerodynamische Einschränkungen beim Chassis und das Verbot elektronischer Fahrhilfen soll laut Mosley "das Überholen wieder leichter" werden. Er wies darauf hin, dass bei den MotoGP, der höchsten Klasse der Motorrad-WM, die Piloten auf einer Runde höchstens zehn Prozent Vollgas geben könnten, in der Formel 1 liege der Vollgas-Anteil dagegen um die 60 Prozent.

Einzelzeitfahren - "ein uninteressanter Modus"

Keinen Zweifel ließ der Brite daran, dass die FIA als oberste Sportbehörde künftig nur noch einen Reifenlieferanten will. Ebenso sprach er sich gegen die intensiven Testfahrten aus: "Wir müssen das stoppen und ein Kilometermaximum einführen." Jeder Testkilometer koste über 1.000 Euro, was Unsinn sei. Durch Verbilligungen und die Möglichkeit, ganze Chassis oder Teile kaufen zu können, hofft Mosley auf den Einstieg von ein bis zwei Teams schon in der kommenden Saison, spätestens aber 2006.

Das allgemein als langweilig kritisierte Einzelzeitfahren muss laut Mosley verändert werden. "Der aktuelle Modus ist nicht interessant", sagte er. Die Teams sollen klare und einfache Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Er persönlich plädiere dafür, das momentan zweigeteilte Qualifying auf eine Stunde zusammen zu ziehen und die schnellste Runde für die Startaufstellung zu zählen.

Befürchtungen, die Königsklasse könnte durch die Radikalreform auf das Niveau der Formel 3000 mit einheitlichen Chassis, Motoren und Reifen absinken, hegt Mosley nicht. "Das sehe ich nicht so", sagte er und führte als Beispiel die Triebwerke an. "Selbst wenn ein Motor sechs Rennen lang halten müsste, würde er noch über 700 PS und 17.000 Umdrehungen leisten."

Generell sprach sich der FIA-Präsident dafür aus, das Ende 2007 auslaufende Concorde Agreement, in dem der Ablauf der Formel 1 verbindlich festgeschrieben ist, nicht mehr zu verlängern. Die FIA könne sich um das Sportliche kümmern und die Teams könnten direkt mit der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft die Verteilung der Gelder aushandeln.

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