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Motor-Homologation

Honda bekommt zwei Tage Aufschub

Jenson Button - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 21. Februar 2015 Foto: xpb 11 Bilder

Eine gute und eine schlechte Nachricht für Honda. Honda muss seinem neuen V6-Turbo nicht am 28. Februar, sondern erst am 2. März homologieren. Dafür gibt es für den Rest der Saison weniger Entwicklungs-Token als erhofft. Wir sagen Ihnen warum.

22.02.2015 Michael Schmidt

Der Kalender meint es gut mit Honda. Der 28.Februar fällt auf einen Samstag. Da arbeiten die FIA-Inspektoren nicht. Deshalb darf Honda seinen V6-Turbo ausnahmsweise zwei Tage später homologieren. Der neue Stichtag ist Montag, der 2. März. Eigentlich hätte Honda mit dieser Spezifikation den Rest der Saison fahren müssen. Modifikationen während des Jahres waren ursprünglich nur im Bereich Standfestigkeit, Kosten und Sicherheit erlaubt.

Doch als Ferrari im Reglement eine Gesetzeslücke fand, musste die FIA ihre Token-Politik neu überdenken. Mercedes, Ferrari und Renault müssen nun nicht alle 32 Token bis zum 28. Februar verfeuern. Sie können die nicht verwendeten Entwicklungsstufen im Rest der Saison einsetzen.

Daraufhin hatte Honda Alarm geschlagen. Die Japaner wollten auch nachrüsten. In Absprache mit den anderen Herstellern wurde entschieden, dass Honda aus Gründen der Fairness den abgerundeten Mittelwert der Token bekommt, die sich Mercedes, Ferrari und Renault aufheben. Ein Wert von 7,9 würde also 7 Token bedeuten.

Motor-Hersteller rechneten zu wenig Token ab

McLaren-Chef Ron Dennis will aber noch nachverhandeln. Er fordert den Höchstwert. Doch da wird er auf Granit beißen. Eine Stimme aus Paris: "Wir haben Honda schon ein Geschenk gemacht. Damit sollten sie zufrieden sein. Es gibt nichts im Reglement, wonach Honda den Höchstwert einfordern kann." Die Japaner müssen nun also hoffen, dass ihre Konkurrenten möglichst viele Entwicklungen auf die lange Bank schieben.

Und jetzt kommt die schlechte Nachricht. FIA-Inspektoren haben in Barcelona die Änderungen an den Motoren von Mercedes, Ferrari und Renault in drei Punkten geprüft: Installation, Zuverlässigkeit, Leistung. Dabei kam heraus, dass sich alle drei schlecht gerechnet haben. Offenbar differiert die Zählweise der Motorhersteller und der Technischen Kommissare um zwei bis drei Token.

Das heißt, dass den etablierten Motorenlieferanten zum Stichtag eine höhere Tokenzahl angerechnet wird. Zum Schaden von Honda, weil damit auch der Durchschnitt der Rest-Token sinkt. Wie viele Entwicklungs-Wertmarken jeder Hersteller über den Winter eingesetzt hat, soll nach der technischen Abnahme der Autos in Melbourne bekannt gegeben werden.

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