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Motor-Strafe beim GP USA

Vettel fährt Qualifikation doch

Sebastian Vettel - GP USA 2014 Foto: Red Bull 74 Bilder

Red Bull hat seinen ursprünglichen Plan aufgegeben, Sebastian Vettel im Abschlusstraining in der Garage zu lassen. Der Weltmeister wird in der Qualifikation wenigstens im Q1 teilnehmen. Aus Respekt vor den Zuschauern.

31.10.2014 Michael Schmidt

Eigentlich sollte Sebastian Vettel in der Qualifikation zum GP USA ein Zuschauer sein. Weil der Weltmeister auf jeden Fall aus der Boxengasse starten wird. Vettels Red Bull hat die sechste Einheit von Motor, Turbolader, MGU-K, MGU-H, Batterie und den vier Steuergeräten an Bord. Er rückte gleich im ersten Training mit der neuen Antriebsquelle aus, die nun drei Rennen lang halten muss.

Vettel wird in der Austin-Qualifikation fahren

Das Reglement verlangt in so einem Fall einen Start aus der Boxengasse. Unabhängig von der Startposition. "Also macht es auch wenig Sinn, wenn ich fahre", meinte Vettel noch vor drei Wochen in Sotschi.

Der Verzicht zeige lediglich die Unsinnigkeit eine viel zu komplizierten Reglements. Die FIA hat bereits reagiert. Im nächsten Jahr darf der Fahrer in so einem Fall vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen.

Im Vorfeld des Rennens in Austin mehrten sich kritische Stimmen über den Plan, das Abschlusstraining auszulassen. Weil das Feld nach dem Ausstieg von Caterham und Marussia ohnehin auf 18 Autos geschrumpft ist.

Und weil gerade das amerikanische Publikum auf taktische Spielchen mit Unverständnis reagiert. Man erinnere sich an das inszenierte Fotofinish der Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello 2002 in Indianapolis. Da bekam die Formel 1 auch die Quittung der US-Fans.

Red Bull fürchtet Rache der Sportkommissare

Auch in FIA-Kreisen war man über den Plan von Red Bull nicht glücklich. Weil er ein zu öffentlicher Protest gegen die Regeln wäre. Red Bull bekam daraufhin Angst, dass die Sportkommissare zurückschlagen könnten.

Wenn Vettel in der Qualifikation nicht antritt, erfüllt er nicht die 107-Prozent-Regel. Sie könnten Vettel als Revanche die Teilnahme am Rennen verweigern. Red Bull-Teamchef Christian Horner bestätigt: "Seb wird fahren. Auch als Respekt vor den Zuschauern. Sie wollen den Weltmeister auf der Strecke sehen."

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