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Motor-Update abgeschlossen

Renault in Kanada endlich auf Augenhöhe

Renault - Formel 1 - Red Bull - 2014 Foto: Renault 17 Bilder

Auf der Power-Strecke in Montreal hofft Renault endlich auf Augenhöhe mit Mercedes kämpfen zu können. Die geplanten Updates an der Power Unit sind beendet. Die Ausfälle von Monaco sind analysiert und sollen sich nicht wiederholen.

03.06.2014 Tobias Grüner

Der Grand Prix von Kanada stellt für Renault den Wendepunkt der Saison da. In den ersten 6 Rennen des Jahres waren die Autos von Red Bull, Lotus, Toro Ross und Caterham noch mit angezogener Handbremse unterwegs. Mangels Standfestigkeit konnten die Piloten der 4 Renault-Teams nicht die volle Leistung aus dem V6-Power Paket ziehen. Das soll sich künftig ändern.

Motor-Update-Programm abgeschlossen

"Wir waren seit dem Start der Saison im Recovery-Modus", gibt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin zu. "In den letzten 4 Rennen haben wir aber einige Updates gebracht. Der Verbesserungsprozess soll in Kanada abgeschlossen werden. Das gibt uns zum ersten Mal die Gelegenheit zu sehen, wo wir uns im Vergleich mit der Konkurrenz befinden."
 
Die letzten Modifikationen an der Power Unit hätten zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Auf der Highspeed-Strecke in Montreal (Top-Speeds über 330 km/h) ist Leistung gefragt. Vor allem auf die Hybrid-Bausteine kommt es an. "Wir haben hier einige neue Teile im Gepäck, die unsere Standfestigkeit verbessern sollten. Wie schon in den vergangenen Rennen wurde auch die Software weiterentwickelt, was zu Fortschritten in Sachen Fahrbarkeit und beim Energie-Management führt."

Hybrid-Power wichtig für Spritverbrauch

In Kanada spielt die MGU-H eine besonders wichtige Rolle. Die Elektromaschine ist im Auspuffsystem an den Turbo gekoppelt und pegelt den Ladedruck auf 3,5 bar ein. Beim Abbremsen der Laderwelle wird Energie produziert, die direkt in die MGU-K abgezweigt oder in den Batterien gespeichert wird. Wegen der langen Geraden kann die MGU-H in Kanada einen besonders großen Beitrag zur Energiegewinnung leisten.

Die MGU-K, die kinetische Energie beim Verzögern abzweigt, kann dagegen nicht so viel wie sonst zum Elektro-Boost beitragen. Es gibt zwar mehrere harte Bremsmanöver, aber auf die Gesamtrunde gerechnet wird verhältnismäßig wenig gebremst. "Wir benötigen so viel Energie wie möglich, weil wir in Sachen Spritverbrauch am Limit sind", erklärt Taffin. "Wir müssen einen guten Mix zwischen traditioneller und elektrischer Energie finden, um möglichst effizient über die Distanz zu kommen."

Renault-Defekte von Monaco analysiert und behoben

Neben den Problemen beim Energie-Management hofft Renault auch die Fragezeichen in Sachen Zuverlässigkeit beseitigt zu haben. Sebastian Vettel hatte war dieses Jahr schon häufiger Opfer von Technik-Pech. Zuletzt in Monaco brach die Welle des Turboladers. "Wir konnten den Schaden auf ein Problem mit der MGU-H zurückführen. Das fragliche Teil wurde überarbeitet und sollte nun widerstandsfähiger sein", hofft Taffin.

Auch bei Toro Rosso gab es in Monaco unerwartete Probleme. Sowohl Daniil Kvyat als auch Jean-Eric Vergne schieden mit gebrochenen Auspuff-Rohren aus. "Das haben wir auch untersucht. Zusammen mit dem Team haben wir nach Lösungen gesucht, wie wir so etwas mit einem besseren Verständnis des gesamten Auspuff-Systems in Zukunft vermeiden können."

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