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Motoren-Deal

Sauber fährt weiter mit Ferrari-Power

Sauber GP Korea 2013 Foto: xpb 18 Bilder

Sauber ist auch in Zukunft mit Ferrari-Motoren im Heck unterwegs. Der Schweizer Rennstall gab am Freitag (4.10.2013) am Rande des Grand Prix von Korea eine Verlängerung der Partnerschaft mit den Italienern bekannt.

04.10.2013 Tobias Grüner

Sauber geht gemeinsam mit Ferrari in das neue Turbo-Zeitalter. Das Team aus Hinwil bleibt wie erwartet seinem alten Partner treu. Die Kooperation in Sachen Antrieb mit dem Autobauer aus Maranello hat bereits eine lange Tradition. Zwischen 1997 und 2005 waren die Formel 1-Renner erstmals mit Ferrari-Motoren unterwegs. Sponsor Petronas kaufte sich in dieser Zeit die Namensrechte an den V10-Triebwerken.

Nur in der Zeit unter der BMW-Führung (2006-2009) wechselte man zuletzt auf einen anderen Partner. Seit dem Ausstieg der Bayern vor der Saison 2010 ist Sauber wieder mit Ferrari-V8-Triebwerken unterwegs. Wie lange der neue Deal laufen wird, verriet das Team nicht. Es wird lediglich von einer "Verlängerung um mehrere Jahre gesprochen".

"Wir freuen uns, dass wir die neue Motoren-Ära gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Ferrari angehen können", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn zur Vertragsverlängerung. "Wir sind stolz, unsere Zusammenarbeit mit einer so berühmten und prestigeträchtigen Marke fortsetzen zu können. Ferrari ist ein langjähriger Partner des Teams. Wir freuen uns, die kommende Saison gemeinsam mit einem so starken und verlässlichen Partner angehen zu können."

Sauber-Deal wichtig für Ferrari

2014 geht die Formel 1 erstmals mit 1,6 Liter-V6-Turbomotoren an den Start. Für Ferrari ist Sauber als Partner extrem wichtig. Während die Konkurrenz von Mercedes und Renault jeweils 4 Teams beliefern werden, konnte Ferrari vor dem neuen Sauber-Deal nur Marussia als einzigen Kunden gewinnen.

Vor allem bei den Tests und in der Anfangsphase der Saison müssen die Ingenieure so viele Daten wie möglich zu den neuen Aggregaten sammeln. Die Triebwerke werden durch die Einspeisung von Brems- und Auspuff-Energie über einen Elektromotor deutlich komplizierter. Von der ersten Saison an herrschen strenge Limits in Sachen Zuverlässigkeit. Eine Antriebseinheit muss mindestens 4.000 Kilometer halten.

Ferrari verlangt hohe Anzahlung als Sicherheit

Die neuen Motoren werden aber nicht nur komplizierter, sondern auch teurer. Wegen der hohen Entwicklungskosten fordern die Hersteller von ihren Kunden hohe Anzahlungen. Von 6 Millionen Euro ist die Rede. Für das finanziell gebeutelte Sauber-Team sicher nicht aus der Portokasse zu bezahlen. Es gibt Gerüchte, dass Sauber in der Vergangenheit Motorrechnungen auch schon mal mit Windkanal-Stunden in Hinwil abgegolten hat.

Die große Frage im Fahrerlager lautet: Wer hat kommende Saison den stärksten und zuverlässigsten Motor? Glaubt man dem Fahrerlagerfunk, soll Mercedes aktuell einen kleinen Vorsprung haben. Von Ferrari kommen dagegen eher negative Signale. Bei Meetings der technischen Arbeitsgruppen sollen Ingenieure der Italiener bereits angefragt haben, ob man die Limits in Sachen Benzinverbrauch und Gewicht nicht etwas lockern könne. Das wurde jedoch stets von Mercedes und Renault abgelehnt.

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