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Motoren-Taktik

Acht Triebwerke für eine ganze Saison

Foto: BMW AG

Für die kommende Formel 1-Saison erhält jeder Fahrer acht V8-Triebwerke zur freien Verfügung. Doch wie wird das erlaubte Material am besten über die 17 Rennwochenenden verteilt?

28.01.2009 Tobias Grüner

Im vergangenen Jahr hatten es die Teams noch einfach: Jeder Motor musste zwei Rennen halten, dann gab es einen neuen. Als Absicherung sah das Reglement einen extra Jokermotor vor, der zu einem beliebigen Zeitpunkt ohne Strafe eingebaut werden durfte. Auch für die Freitagstests gab es eigene Aggregate, mit denen die Fahrer bedenkenlos ans Limit gehen konnten.

2009 wird das anders. Nun schreibt die FIA nicht mehr vor, wann und wie die Motoren gewechselt werden müssen. Es gibt nur noch eine einzige Regel: Es dürfen höchstens acht Triebwerke über die komplette Saison zum Einsatz kommen. Diese Aggregate müssen allerdings für alle Trainings, Qualifyings und Rennen halten. Ist ein Fahrer aus irgendeinem Grund gezwungen, einen neunten Motor zu verwenden, wird eine Strafe fällig.

Motoren nur zum Training?

Wie die Hersteller ihr vorhandenes Material nutzen bleibt komplett freigestellt. "Die Teams werden wohl einen Motor nur zu den Freitagstests einsetzen, der dann die ersten vier Rennen halten muss, oder irgendetwas in der Art", erwartet F1-Technikchef Charlie Whiting. "Zum Samstag und Sonntag wechseln sie den Motor dann einfach aus."
 
Auf den FIA-Technikchef kommt deshalb etwas mehr Arbeit zu: "Wir müssen sicherstellen, das die verwendeten Motoren versiegelt werden und in den Zwischenzeiten unberührt bleiben."

Renault mit kleinem Upgrade

Nur in der Winterpause durfte ein Team am V8-Treibsatz arbeiten: Renault sah sich in puncto Leistung derart benachteiligt, dass die anderen Motoren-Hersteller einer Angleichung zustimmten. "Ich würde das als einen kleineren Upgrade bezeichnen", erklärt Whiting. Auch Honda sah in diesem Bereich Defizite und hatte bereits die Erlaubnis nachzubessern. Durch den Rückzug der Japaner, kam es allerdings nicht mehr dazu.

In Zukunft sollten sich die Hersteller allerdings nicht mehr auf dieses Hintertürchen verlassen: "Das war eine einmalige Sache", macht FIA-Ingenieur Whiting noch einmal deutlich. Bis 2012 sollen die Motoren eingefroren bleiben.

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