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Motoren-Schieflage in der Formel 1

Schaffen Honda und Renault die Wende?

Jenson Button - GP Singapur 2015 Foto: McLaren 26 Bilder

Die Motorensituation in der Formel 1 scheint festgefahren. Mit Ferrari und Mercedes gibt es momentan nur zwei gute Antriebshersteller. Die Chance, dass Honda und Renault die Lücke aus eigener Kraft schließen können, sind gering. Gibt es einen Ausweg?

21.09.2015 Tobias Grüner

Bis 2020 ist die aktuelle Motorenformel fix. Erst nach den kommenden 5 Jahren ist ein Neuanfang möglich. Doch schon jetzt scheinen Korrekturen notwendig. Die Situation läuft aus dem Ruder. Die Verteilung der Motoren zeigt es deutlich an: Nach dem momentanen Stand werden Honda und Renault in der Saison 2016 jeweils nur 2 Autos befeuern. Die restlichen 18 Rennwagen sind mit Mercedes- und Ferrari-Power unterwegs.

Motorensituation ungesund für Formel 1

Red Bull-Teamchef Christian Horner kritisiert die Schieflage: "Dass wir momentan nur zwei starke Motorenhersteller haben, ist ungesund für die Formel 1. Mit den V8 hatten wir noch 3 oder 4 Motoren, die aus eigener Kraft Rennen gewinnen konnten. Es ist wichtig für die Formel 1, dass es mehrere konkurrenzfähige Motorenlieferanten gibt."

Eine Lösung wäre es, neue starke Hersteller in die Formel 1 zu locken. Doch danach sieht es momentan nicht aus. Ex-Teamchef Eddie Jordan, mittlerweile in Diensten der britischen BBC, hatte am Singapur-Wochenende einen Einstieg von Volkswagen in die Königsklasse prophezeit. In der Vergangenheit lag Jordan mit solch gewagten Prognosen schon oft richtig.

VW keine schnelle Lösung

"Manchmal liegt Eddie aber auch falsch", grinste Horner. "Es ist toll, dass Volkswagen Interesse an der Formel 1 signalisiert. Aber momentan ist ein Einstieg reine Spekulation. Selbst wenn sie kommen wollen, dann dauert es mit den aktuellen Regeln mindestens zwei bis drei Jahre um einen konkurrenzfähigen Motor zu bauen."

Bis dahin müssen kurzfristige Lösungen gefunden werden. Doch wie kann man Honda und Renault auf die Beine helfen? In den Anfangszeiten der V8-Ära bekamen die Hersteller der schwächeren Motoren die Chance nachzubessern, während die Entwicklung bei den Top-Motoren eingefroren wurden. Am Ende lagen alle auf einem vergleichbaren Level. Das ist mit dem aktuell vereinbarten Token-System aber nicht vorgesehen.

Honda will mehr Freiheiten vom Reglement

Honda-Sportchef Yasuhisa Arai beklagt: "Ich glaube, dass die aktuellen Regeln für die Motoren-Hersteller zu restriktiv sind. Wir liegen als Neuling ein Jahr hinter der Konkurrenz. Es ist somit sehr schwer, die Top-Teams einzuholen. Ich hoffe, dass die Regeln etwas gelockert werden."

Auch bei Renault ist Druck auf dem Kessel. Die Saison 2016 ist für das neuformierte Werksteam noch als Übergangsjahr geplant. Aber spätestens 2017 will man um den Titel kämpfen. Mercedes hat bereits die Bereitschaft signalisiert, den Franzosen mit ein wenig Technologie-Knowhow unter die Arme zu greifen. Doch mit jeweils nur 2 Autos und begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten glauben nur wenige Experten dran, dass Renault und Honda die Lücke aus eigener Kraft schließen können.

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