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Formel 1-Motoren-Reglement 2015

Wieder 5 statt 4 Motoren pro Fahrer

Renault-Motor - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 11. März 2015 Foto: ams 28 Bilder

Update +++ In der Saison 2015 dürfen die Teams nur noch 4 statt 5 Motoren einsetzen. Der GP Australien zeigte jedoch, dass die neue Regel viele Probleme mit sich bringt. Jetzt haben sich die Teams mit Bernie Ecclestone verständigt, das Kontingent wieder auf 5 Motoren auszuweiten. Dafür müssen bis zum Einbau des vierten Motors alle Entwicklungstoken verwendet worden sein.

28.03.2015 Michael Schmidt

Die Teams haben es seit langem gewusst. 5 Motoren pro Fahrer in der ersten Saison der Hybridformel, nur 4 ab der zweiten. Das sollte Kosten sparen. Die Rechnung für die Mercedes-Teams reduzierte sich um eine Million Euro. Auf den ersten Blick ein sinnvoller Schritt. Auf den zweiten brachte die Reduzierung der Motoren eine Reihe von Problemen mit sich, an die die Regelhüter vorher nicht gedacht hatten.

Rückkehr zu 5 F1-Motoren für 2015

Zum Beispiel, dass die neuen Antriebsquellen immer noch nicht voll ausgereift sind. Red Bull und McLaren haben bereits jeweils ein Triebwerk aus dem Kontingent verloren. Nach einem von 19 Rennen. Aus Angst davor, dass die Motoren die kalkulierten 4.000 Kilometer nicht schaffen, sparen die Teams im Freitagstraining Kilometer. Zum Schaden der Zuschauer. Am ersten Trainingstag in Malaysia drehten die 20 Autos insgesamt 772 Runden. Macht nur 38,6 Runden pro Fahrer in drei Stunden Training.

Die Teams der Strategiegruppe und Bernie Ecclestone haben sich bei einem Treffen in Malaysia darauf verständigt, die Zahl der Motoren wieder auf 5 Kits zu vergrößern. Dazu müssen aber einige Bedingungen eingehalten werden. Wenn alle Teams zustimmen, kann die Regel über Nacht geändert werden.

Teams müssen sich auf Mindestzahl an Runden einigen

Und wie sehen diese Bedingungen aus? Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda fordert: "Diese Regelung macht nur Sinn, wenn auch sichergestellt ist, dass dann auch mehr gefahren wird. Sonst steigen nur die Kosten, ohne dass die Zuschauer einen Nutzen haben."

Deshalb wurde über eine Mindestzahl von Runden am Freitag gesprochen. Für die Kundenteams wird es auf jeden Fall teurer. Im Fall von Mercedes werden Williams, Force India und Lotus rund 750.000 Euro mehr bezahlen müssen.

Eine Stimme im Faherlager warf eine andere Idee ein: "Warum nicht die beiden Freitagseinheiten auf nur je eine Stunde begrenzen? So würde das Training besser ausgefüllt. Die Teams kann man nämlich nur schwer zwingen, eine bestimmte Anzahl an Runden zu fahren."

Die Stimme hatte Recht. Nach Rücksprache mit der FIA wurde klar, dass die Teams nicht zu einem Mindestkontingent an Umläufen gezwungen werden können. Eine Anpassung gab es aber auf anderer Seite: Weil vier statt fünf Motoren über die Saison hinweg eingesetzt werden sollen, wird sich der Einsatz der Entwicklungstoken verändern. Die Hersteller müssen ab dem vierten Motor alle Neuspezifikationen verschossen haben.

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