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Motorentwicklung für Kanada

Ferrari und Honda ziehen erste Token

McLaren - GP Spanien 2015 Foto: xpb 28 Bilder

Die FIA hat alle Teams darüber informiert, dass Ferrari und Honda vor dem GP Kanada die ersten Token für die Weiterentwicklung ihrer Motoren eingesetzt haben. Noch ist allerdings unklar, wann die verbesserten Antriebe erstmals zum Einsatz kommen werden.

02.06.2015 Tobias Grüner

Lange haben die Hersteller ein Geheimnis daraus gemacht, zu welchem Zeitpunkt der Saison erste Motoren-Upgrades geplant sind. Kurz vor dem GP Kanada ließen nun zumindest Ferrari und Honda die Katze aus dem Sack. FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat den Einsatz der ersten Entwicklungstoken in einer Technischen Direktive, die an alle Teams verschickt wurde, bestätigt.

Ferrari nutzt 3 Token, Honda 2 Token

Ferrari hatte sich im Winter für die laufende Saison 10 Token übrig gelassen und will nun 3 davon einsetzen. Honda standen noch 9 Token zur Verfügung. Hier sollen nun die ersten 2 verfeuert werden. Je nach Wichtigkeit des Antriebsbauteils müssen mehr oder weniger Token für die Weiterentwicklung geopfert werden. Wo die genannten Hersteller genau nachbessern wollen, ist noch nicht bekannt.

Ebenfalls noch nicht ganz klar ist, wann die modifizierten Power Units erstmals zum Einsatz kommen. Die Fahrer kommen erst in Genuss der Leistungssteigerungen, wenn sie ein neues Antriebselement einbauen. Ein bereits verwendetes Bauteil zu ändern, ist nicht erlaubt. Bei nur jeweils 4 zur Verfügung stehenden Aggregaten müssen die Teams genau planen, wann sie neue Technik einsetzen, ohne Strafen zu riskieren.

Honda schon in Kanada mit mehr Power?

Während von Ferrari noch nichts über das Debüt der neuen Motor-Spezifikation zu hören ist, könnte man im Lager von McLaren das Update-Paket schon beim GP Kanada einsetzen. Hondas Motorenchef hatte nach dem GP Monaco angekündigt, für die 3 anstehenden Power Strecken in Montreal, Spielberg und Silverstone nachzurüsten.

Auch die Mercedes-Piloten kommen in Montreal übrigens in den Genuss neuer Antriebseinheiten. Bis auf Force India-Pilot Nico Hülkenberg hatten alle Fahrer die ersten 6 Rennen mit nur einer Antriebseinheit überstanden. Jetzt gibt es endlich neues Material, das kleine Verbesserungen in Sachen Zuverlässigkeit beinhalten soll. Für diese Updates musste Mercedes keine seiner 7 Token einsetzen.

Renault hat sich noch nicht zu den Plänen für Montreal geäußert. Die Piloten von Red Bull und Toro Rosse sind jeweils schon bei 4 verwendeten Triebwerken angekommen. Der Einbau von neuen Teilen würde somit automatisch eine Strafe nach sich ziehen.

Theoretisch würden man wohl noch mit dem alten Antriebseinheiten zurechtkommen, doch eine Rückversetzung wäre in Kanada weniger schmerzhaft, als beim anschließenden Red Bull-Heimspiel in Spielberg. Deshalb könnte es auch hier in Montreal neue Motoren geben.

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