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Motorsport ohne Hersteller

Sechs Ausstiege in zwölf Monaten

GP Abu Dhabi 2009 Foto: dpa 32 Bilder

Der Motorsport als Bühne für Hersteller ist in den letzten zwölf Monaten etwas aus der Mode gekommen. Gleich sechs große Firmen haben ihr Engagement in den großen Serien zurückgezogen. In der Formel 1 stehen allerdings genügend Nachrücker bereit.

04.11.2009 Tobias Grüner

Eine vergleichbare Ausstiegsflut gab es zuletzt in den Jahren 1986 und 1987. Damals haben sich innerhalb eines Jahres vier Motorenhersteller aus der Formel 1 zurückgezogen: Alfa Romeo, BMW, TAG-Porsche und Renault. Renault kam allerdings schon nach zwei Jahren Turbo-Pause in der Saugmotor-Ära wieder zurück. Ob Renault auch dieses Jahr wieder gegen den Strom schwimmt, ist noch nicht gesichert.

Toyota TF109 3:28 Min.

Die Fans der Königsklasse brauchen sich nicht fürchten. Auch wenn sich mit BMW, Honda und nun auch Toyota gleich drei Hersteller verabschiedet haben, sind genügend private Nachrücker vorhanden, um die Plätze zu füllen. Die Frage ist nur, wer Reifenlieferant Bridgestone ersetzt. Aber ganz ohne Reifen wird die Formel 1 2011 sicherlich nicht dastehen, auch wenn künftig vielleicht nicht mehr ganz so viel Sponsorgeld in die Taschen von Bernie Ecclestone fließt.

Im Rallye-Bereich gibt es dagegen mehr Grund zur Sorge. Hier muss die FIA in den nächsten Jahren eine kostengünstige Formel finden, um private Teams oder Hersteller in die Weltmeisterschaft zu locken. Nach den Ausstiegen von Subaru und Suzuki sind nur noch Citroen und Ford übrig geblieben, die sich das Vergnügen abseits befestigter Pisten gönnen.

Wir haben noch einmal die Ausstiege der vergangenen zwölf Monate zusammengefasst:

Honda:

Am 5. Dezember 2008 teilt der japanische Automobilbauer sein Ende in der Formel 1 mit. Grund sei die verschlechterte Geschäftslage, erklärte Honda-Präsident Takeo Fukui. Sein Unternehmen werde sich angesichts der weiterhin wachsenden Unsicherheit über die Lage der Weltwirtschaft zum Ende dieses Jahres aus dem kostspieligen Rennsport zurückziehen. "Es war eine sehr schwierige Entscheidung", sagte er.

Suzuki:

Am 15. Dezember wurde auch die Rallye-WM vom ersten Ausstieg getroffen. Nach nur zwei Jahren in der WRC beendete Suzuki sein Engagement. "Um auf die weltweite Wirtschaftskrise und den Absatzrückgang zu reagieren, hat sich Suzuki entschieden, sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren und die WRC-Aktivitäten auszusetzen", begründete der japanische Hetsteller die Entscheidung.

Subaru:

Am 16. Dezember 2008, nur einen Tag nach dem Suzuki-Ausstieg, zog auch Subaru nach. Die Begründung las sich fast identisch mit dem Suzuki-Rückzug: "Er ist die direkte Antwort auf den um sich greifenden wirtschaftlichen Abschwung, der die gesamte Automobil-Industrie trifft."

BMW:

Am 29. Juli 2009 gibt der bayrische Automobilhersteller bekannt: "Die BMW-Group wird ihr Engagement in der Formel 1 mit Ablauf der Saison 2009 beenden." Natürlich sei "diese Entscheidung schwer gefallen", sagte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer. Offizieller Grund: Neuausrichtung des Motorsport-Engagements.

Bridgestone:

Am 2. November 2009 kündigt der japanische Reifenhersteller sein Formel-1-Ende nach der Saison 2010 an. "Obwohl wir die Gründe für die Entscheidung verstehen und respektieren, ist es dennoch eine große Enttäuschung", erklärte Motorsportdirektor Hiroshi Yasukawa in einer  Pressemitteilung.

Toyota:

Am 4. November 2009 verabschiedet sich auch der größte Autobauer der Welt aus der vierrädrigen Eliteliga. Toyota-Präsident Akio Toyoda: "Wir haben realisiert, dass wir keine andere Wahl haben." Es sei eine sehr schmerzvolle Entscheidung für den Konzern gewesen.

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