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Senna bekommt Renault-Test

Muss Heidfeld um sein Cockpit zittern?

Nick Heidfeld - GP Deutschland - Nürburgring - 22. Juli 2011 Foto: xpb 14 Bilder

Für Nick Heidfeld wird es immer enger. Im Qualifyingduell gegen Teamkollege Vitaly Petrov steht es 3:7 - zum Nachteil für den Routinier. Zuletzt kursierte Kritik von Teamchef Eric Boullier im Internet. In Ungarn muss er im Freitagstraining auch noch Bruno Senna den Vortritt lassen.

28.07.2011 Bianca Leppert

Die Sommerpause nach dem GP Ungarn dürfte für Nick Heidfeld alles andere als entspannend werden. Der Mönchengladbacher muss sich nach seinem Hoch zu Saisonbeginn nun immer mehr Kritik gefallen lassen. Ausgerechnet auch von Renault-Teamchef Eric Boullier. Zuletzt war zu lesen, dass er enttäuscht sei, dass Heidfeld sich als erfahrener Formel 1-Pilot nicht dominanter von Rookie Vitaly Petrov absetzen könne.

Ersatz für Heidfeld steht Schlange

Nick Heidfeld reagierte prompt und will sich am Samstag beim GP Ungarn mit seinem Boss aussprechen. "Ich bin lange genug in der Formel 1, um zu wissen, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird. Man weiß nie, was dazugereimt oder reininterpretiert wurde", sagt der Renault-Pilot.

So oder so muss Heidfeld sich in der zweiten Saisonhälfte beweisen. Denn die Konkurrenz steht bei Renault Schlange für 2012. Ob Robert Kubica ab der nächsten Saison wieder im Renault-Cockpit Platz nehmen wird, steht noch zur Debatte. Doch Boullier hält auch große Stücke auf Romain Grosjean, der einen Schritt zurück gemacht hat und momentan ein Intermezzo in der GP2 einlegt.

Senna hofft auf mehr Einsätze

Den heißen Atem der Konkurrenz bekommt Heidfeld schon in Ungarn zu spüren. Im ersten Training am Freitag muss er zum ersten Mal Platz machen für Ersatzfahrer Bruno Senna. Der Brasilianer kann es kaum abwarten, nach sechs Monaten wieder in einem Formel 1-Auto zu fahren. "Bei einem großen Team ist es immer schwierig, so eine Chance zu bekommen", sagt der Neffe von Ayrton Senna. "Natürlich ist es auch schwierig mitten in der Saison einzusteigen. Es ist auf jeden Fall ein großer Sprung. Ich erwarte keine Wunder. Das Wichtigste ist, dem Team Feedback zu geben."

Offiziell erhält Senna eine einmalige Chance. Aber muss Heidfeld womöglich zittern, wenn sich der ehemalige HRT-Pilot gut anstellt? "Ich bin nicht der Entscheider", sagt Senna. "Mein Job ist Ersatzfahrer zu sein. Natürlich versuche ich immer mich zu verbessern. Aber der Plan ist, ein Cockpit für nächstes Jahr zu bekommen. Momentan ist es eine einmalige Sache, aber ich hoffe natürlich auf mehr dieser Einsätze. Es geht darum, mich für nächstes Jahr vorzubereiten."

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