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Mutkurven in Spa

Pouhon ist die neue Eau Rouge

Spa Eau Rouge Foto: xpb 20 Bilder

Die Ardennnen-Achterbahn in Spa ist berühmt für ihre vielen spektakulären Mutkurven. Heute sind es allerdings nicht mehr Eau Rouge oder Blanchimont, die für Adrenalinschübe sorgen. Viele Fahrer freuen sich am meisten auf Pouhon.

27.08.2010 Tobias Grüner

Der Name Eau Rouge klingt Motorsportfans immer noch wie Musik in den Ohren. Wenn die Piloten mit knapp 300 km/h durch die Kombination der Kurven zwei, drei und vier pfeilen, wirken Fliehkräfte von mehr als 5 g auf den Körper des Fahrers. Dabei werden die Piloten in ihren engen Cockpits nicht nur zur Seite sondern auch nach unten gedrückt, wenn es nach der Senke die 18 Prozent Steigung hinauf geht.

Für die Fahrer ist die spektakuläre Kurvenkombination immer noch ein Highlight im Kalender. Eine Mutkurve ist es allerdings nicht mehr. "Als wir noch mit den V10-Autos gefahren sind, hast du Dir schon weit vorher vorgenommen, den Fuß dieses Mal nicht vom Gas zu nehmen", berichtet Routinier Rubens Barrichello. "Wenn ich es tatsächlich geschafft hatte, war ich auf der anschließenden Bergauf-Geraden nassgeschwitzt wegen des Nervenkitzels."

Eau Rouge keine Herausforderung mit modernen Autos

Der Adrenalinschub bleibt heute aus. "Mit dieser Generation Autos ist es deutlich einfacher", erklärt Michael Schumacher, der genau wie Barrichello auch die früheren Zeiten kennt. Die aktuellen Boliden verfügen über deutlich mehr Abtrieb. Die Slicks bieten zudem viel Grip. Nur am Start des Rennens mit vollen Tanks und bei Regen müssen die Piloten gefühlvoll den Gasfuß lupfen.

Auch der Umbau vor knapp zehn Jahren hat der berühmten Kombination etwas den Reiz genommen. Wo sich früher eine schmale Straße zwischen Kiesbetten den Berg hinauf schlängelte, wurde mittlerweile großflächig asphaltiert. Wer den Einlenkpunkt verpasst endet somit nicht gleich in der Mauer.

Auch Blanchimont entschärft

Ähnlich ist es auch mit Blanchimont, der berühmten langgezogenen Linkskurve, die von den Piloten früher ebenfalls Mut verlangte. "Im Gegensatz zu früher geht die heute leider voll", bedauert Sebastian Vettel. "Nur wenn es regnet, wird es hier interessant." Auch auf der Außenseite von Blanchimont mussten die Kiesbetten neben der Strecke einer Asphaltfläche mit der Größe eines Supermarktparkplatzes weichen.

Auch wenn Spa nicht mehr die Gefahr von früher ausstrahlt, ist die Strecke immer noch eine der beliebtesten Pisten im Kalender. Statt Eau Rouge und Blanchimont sorgen nun andere Abschnitte für Adrenalinschübe. "Die anspruchsvollste und deshalb schönste Kurve ist für mich Pouhon (Kurve 10) in Spa", erklärt Routinier Pedro de la Rosa. "Das Gefühl ist absolut fantastisch. Sie ist einfach sehr schnell. Man bremst nicht sondern lässt das Auto nur reinrollen. Eine große Herausforderung und sehr schnell."

Pouhon sorgt für Spaß im Cockpit

Lewis Hamilton stimmt dem spanischen Sauber-Piloten zu: "Es ist schwierig sich in Spa eine besondere Kurve herauszupicken. Aber Pouhon kommt einem sicher mit als erstes in den Sinn." Auch Sebastian Vettel kann sich für die schnelle Kombination der Kurven zehn und elf begeistern: "Das ist meine absolute Lieblingsstelle. Man geht nur kurz vom Gas und fährt dann mit 270 - 280 km/h durch die Doppel-Links."

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