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Nach Fahrerkritik

Monza-Randsteine werden abgeflacht

Foto: Red Bull 56 Bilder

Die neuen Randsteine von Monza ernteten heftige Kritik, noch bevor das erste Auto auf die Strecke gelassen wurde. Die FIA hat auf die Beschwerden der Fahrer reagiert. Die Randsteine in der ersten Schikane werden abgeflacht.

10.09.2009 Michael Schmidt

Timo Glock war der erste Fahrer in Monza. Der Toyota-Pilot inspizierte das berühmte Autodrom bereits am Mittwoch (9.9.) zu Fuß und stellte mit Schrecken fest, dass in der ersten und zweiten Schikane die Randsteine modifiziert wurden und sich wie Barrieren in den Weg stellen.

"Die Dinger sind bestimmt 20 Zentimeter hoch", berichtete Glock. "Unmöglich, dass der Frontflügel dran bleibt, wenn du sie nur berührst." Der Hesse ging sogar noch einen Schritt weiter: "Für mich sind die Dinger ein Sicherheitsrisiko. Wenn du da seitlich dagegenrutschst, hebst du ab. Das ist wie eine Sprungschanze."

FIA-Rennleiter Charlie Whiting entgegnete: "Die Randsteine sind nur zwei Zentimeter höher als im letzten Jahr. Es gibt diesen Typ Randstein nicht nur in Monza. In Montreal und am Nürburgring haben wir die gleichen."

Gefahr von schweren Beschädigungen

Sollte man im Eifer des Gefechts gerade über die Hindernisse rollen, wäre das Ergebnis laut Glock auch nicht viel besser. "Dann kannst du dein Auto abstellen, weil das Monocoque kaputtgeht, wenn du die Randsteine im falschen Winkel triffst."

Renault-Chefingenieur Pat Symonds befürchtet, dass die Angst vor den Randsteinen das Überholen erschwert. "Die Fahrer werden nur einen Angriff riskieren, wenn sie sich absolut sicher sind. Funktioniert das Manöver nicht, musst du zumindest in der ersten Schikane in einem frühen Stadium abbrechen, damit du noch geradeaus in den Notausgang fahren kannst. Wer sich erst nach dem Einlenken entscheidet, den Angriff abzubrechen, der rutscht über die Randsteine. Und damit riskiert er sein Auto."

Robert Kubica wollte nicht verstehen, warum die Randsteine überhaupt geändert wurden. "Die alten waren doch okay. Es gab spektakuläre Bilder, wenn man da mit zwei Rädern drüber gefahren ist." Genau das wollten die FIA-Kommissare verhindern. Es wurde mit den Jahren in den Schikanen immer dreister abgekürzt. Die Höcker auf den Randsteinen sollten das verhindern. "So wie sie jetzt sind, musst du außen herum fahren. Das kostet dich anderthalb Sekunden pro Runde", glaubt Glock.

Höcker werden abgehobelt

Vielleicht doch nicht. Die FIA reagierte auf die Klagen. Der Anstieg der Höcker wird abgeflacht. Somit ist der Übergang von der Straße auf den Randstein nicht ganz so abrupt.

Adrian Sutil dürfte diese Nachricht mit Bedauern aufnehmen. Der Force India-Pilot hatte sich als einer der wenigen Fahrer darüber gefreut, dass das Abkürzen in den Schikanen ein Ende hat. "Früher hat man da nach einer Stunde Kopfweh bekommen, wenn man über die Randsteine gesprungen ist. Das war extrem. Die neuen Kerbs haben sich bewährt." Seiner Meinung nach, war die Lösung in diesem Jahr besser.

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