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Nächste Pleite für Kimi Räikkönen

Iceman zu reifenschonend unterwegs

Kimi Räikkönen - GP China 2014 Foto: Ferrari 53 Bilder

Kimi Räikkönen erlebte in Shanghai ein weiteres schwieriges Wochenende. Gegen Teamkollege Fernando Alonso sah der Finne kein Land. Bei der Problemanalyse tappt der Iceman noch im Dunkeln. Erster Verdacht: Der reifenschonende Fahrstil ist schuld.

20.04.2014 Tobias Grüner

Kimi Räikkönen hatte sich seine Rückkehr zu Ferrari vor der Saison sicher etwas anders vorgestellt. Sowohl in den Qualifyings als auch in den Rennen zog der Weltmeister von 2007 stets den Kürzeren. In Shanghai war der Unterschied der beiden roten Autos besonders deutlich. Räikkönen kam 5 Positionen und 53 Sekunden hinter Alonso ins Ziel.

In der WM-Wertung beträgt der Abstand bereits 30 Punkte. Aussichten auf den WM-Titel sind praktisch nicht mehr vorhanden. Kein Wunder, dass die Nerven des Routiniers mittlerweile etwas angespannt sind. Auf die Frage, wie es nach solchen Rennen mit der Motivation aussieht, grummelte der Iceman dünnhäutig: "Ich weiß nicht, warum das immer wieder aufkommt. Wenn ich nicht motiviert wäre, würde ich sicher nicht hier sein - und solche Fragen beantworten."

Räikkönen dreht sich im Kreis

Auch auf die Frage, warum es denn momentan nicht so gut laufe, bekamen die Journalisten zunächst keine befriedigende Antwort. Das liegt allerdings vor allem daran, dass Räikkönen selbst nicht genau weiß, was das Problem ist. "Die Gründe für das schwierige Wochenende kennen wir auch noch nicht. Hoffentlich finden wir einige Hinweise, um eine Lösung zu finden. Ich war im Rennen einfach zu langsam. Ich habe vorne wie hinten einfach keinen Grip gefunden. Es gibt nicht das eine große Problem, das man benennen könnte."

Nur im letzten Stint mit frischen Reifen hatte es sich für kurze Zeit gut angefühlt im Auto. Doch kaum begann der Verschleißprozess, war der Grip auch schon wieder weg. "Irgendwie ist es mit den neuen Reifen schwierig. Wenn sie nachlassen, muss man langsamer machen. Dadurch kühlen sie aus und man hat noch weniger Grip. Da dreht man sich im Kreis. Das ist nicht so einfach zu lösen", erklärt Kimi.

Fahrstil passt nicht zu den Reifen

Einen Verdacht hat der Finne allerdings schon: "Es hängt wohl irgendwie mit meinem Fahrstil und der Kälte hier zusammen. Ich bekomme die Reifen einfach nicht zum Arbeiten. Aber irgendwie muss es auch am Auto liegen, denn selbst mit der Pace auf frischen Reifen können wir nicht zufrieden sein. Es ist vielleicht eine Mischung aus Kälte, Streckenlayout und meinem Fahrstil. Ich fordere die Reifen einfach nicht so stark. Das kenne ich schon seit vielen Jahren im Regen, dass ich die Reifen nicht zum Arbeiten bekomme."

Momentan macht der Routinier einen ziemlich ratlosen Eindruck: "Ich kann mich ja nicht komplett umstellen. Auf manchen Strecken hilft einem das Reifenschonen und man kann weniger Stopps machen. Manchmal arbeitet es gegen einen", fasste der Pilot die Situation mit einem Schulterzucken zusammen.
 
Für die Entwicklungsarbeit der Ingenieure findet Räikkönen allerdings ein paar lobende Worte: "Wir hatten zwar dieses Jahr noch kein einziges Rennen, mit dem wir zufrieden sein können, aber wir haben seit Australien schon viele Fortschritte gemacht – auch wenn man das von außen vielleicht nicht so sieht. Wir sind sicher noch nicht da, wo wir sein sollen. Aber das Podium von Fernando ist schon mal ein gutes Zeichen."

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