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Nächste Runde im Zickenkrieg

Foto: GIW

Der Motorsportweltverband FIA lässt Minardi-Chef Paul Stoddart auflaufen und den neuen Minardi-Fahrer Patrick Friesacher mit der Austellung seiner Superlizenz zappeln.

17.02.2005

Dass Patrick Friesacher die Auflagen erfüllt, die für den Erhalt einer Superlizenz vonnöten sind, steht außer Frage. Dank seiner Ergebnisse in der Formel 3000 in den vergangenen zwei Jahren steht dem Minardi-Neuzugang der Formel 1-Führerschein eindeutig zu. Dennoch müssen Friesacher und Teamchef Paul Stoddart zittern, ob die Lizenz rechtzeitig zum ersten GP in Melbourne (6.3.) ausgestellt ist.

Das Problem wäre leicht lösbar, aber im Rahmen der Privatfehde von Stoddart und FIA-Chef Max Mosley, lässt der Verbandsoberhäuptling den Teamchef elegant auflaufen. So lässt seine Behörde durchblicken, man sei eigentlich auf die Austellung der Lizenz für den Dänen Nicolas Kiesa vorbereitet gewesen, die spontane Meinungsänderung Stoddarts sei leider etwas spät erfolgt.

Stoddart: "Überhastete Meinungsäußerung"

Angeblich ist wegen der Kürze der Zeit eine Fax-Abstimmung unter den Mitgliedern der Formel 1-Kommission nötig, die ihre Zustimmung für Friesachers Start geben muss. Nun hat aber gerade Stoddart schon im Vorjahr gegen die Fax-Abstimmungen im allgemeinen gestänkert.

Der Australier beklagte, Fax-Abstimmungen würden zu "überhasteten Meinungsäußerungen" führen. Nun lässt ihn die FIA mit genau dieser Aussage vor die Wand laufen. Der Vorgang mit der Superlizenz sei ja grundsätzlich kein Problem, "aber unglücklicherweise haben Herr Stoddart und seine Anwälte die Rechmäßigkeit von Fax-Abstimmungen in Frage gestellt", sagt ein FIA-Mann süffisant.

Punktsieg für Mosley

Stoddart will den Vorgang bisher nicht kommentieren. Die FIA lässt durchblicken, dass die einzige Alternative die Einberufung eines Treffens der Formel 1-Kommission Anfang März wäre. Ansonsten müsste Friesacher das Risiko eingehen, bei der Papierabnahme in Melbourne ohne Lizenz dazustehen. Ohne eine klärende Stellungnahme von Paul Stoddart könne der Vorgang nicht weiter bearbeitet werden, heißt es aus Paris. Auf Deutsch: Wenn Stoddart nicht zu Kreuze kriecht, gibt es keine Superlizenz. Dieser Punkt geht an Mosley.

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