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Narain Karthikeyan

"Vettel heult rum wie ein Baby"

Narain Karthikeyan - HRT - GP Malaysia 2012 Foto: xpb 77 Bilder

HRT-Pilot Narain Karthikeyan hat auf die Kritik von Sebastian Vettel nach der Kollision von Malaysia reagiert. Der Inder bezeichnete das Verhalten des Weltmeisters als beschämend. Auch die FIA-Stewards bekamen ihr Fett weg.

28.03.2012 Tobias Grüner

In Runde 47 kam es auf der Strecke von Malaysia zur verhängnisvollen Begegnung. Beim Versuch den Hispania von Narain Karthikeyan zu überrunden, schlitzte sich Sebastian Vettel den linken Hinterreifen auf. Wer Schuld an der Kollision war, die den Weltmeister aus den Punkten warf, schien schnell geklärt.

Erst Zeitstrafe, dann Vettel-Kritik

Die FIA-Stewards kam nach Analyse der Fernsehbilder und nach Befragung der beiden Piloten zu der Erkenntnis, dass Karthikeyan zu früh eingelenkt hat und dadurch mit seinen Frontflügel in die Lauffläche des Pirelli-Gummis geraten war. Als Quittung sprachen sie eine 20-Sekunden-Zeitstrafe aus, die Karthikeyan hinter Teamkollege Pedro de la Rosa auf den letzten Platz der Wertung warf.

Damit aber noch nicht genug. Nach dem Rennen machte auch Vettel seinem Ärger lautstark Luft. Im englischen Fernsehen schimpfte der Weltmeister: "Im normalen Straßenverkehr fahren einige Idioten herum, es scheint, als gäbe es hier auch einen." Vor den deutschen Kameras hörte sich das etwas anders an, die Aussage war aber die gleiche: "Wie das auch im echten Leben ist, gibt es noch ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren."

Vettel-Beleidigungen unprofessionell

Für Karthikeyan war das wohl etwas zu viel des Guten. "Für einen Weltmeister sind solche Aussagen beschämend", ärgerte sich der Hispania-Pilot in der indischen Zeitung "Hindustian Times".

"Das ist wirklich unprofessionell", so Karthikeyan weiter. "Es ist traurig, dass ein Fahrer, der so viel erreicht hat seinen Frust an mir auslässt, nur weil er ein schwieriges Jahr hat. Man erwartet von einem professionellen Sportler nicht, dass er rumheult wie ein Baby."

Kartihkeyan: "Stewards haben mir nicht zugehört"

Auch die Entscheidung der Stewards, ihm eine 20-Sekunden-Strafe aufzubrummen, traf beim Inder auf wenig Verständnis. "Es hat sie gar nicht interessiert, was ich zu sagen hatte weil Herr Vettel schon Gott weiß was erzählt hat als er bei ihnen war und mit ihnen gesprochen hat."

Für Vettel könnte die ganzen Angelegenheit auch noch ein Nachspiel haben. Angeblich untersucht die FIA noch einmal die Videobilder des Rennens in Malaysia, weil der Deutsche seinem indischen Kontrahenten in der Hitze des Gefechts aus dem Cockpit den Stinkefinger gezeigt hatte.

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