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Nasr schafft 116 Runden

"Nicht genug Zeit für 100 Prozent"

Felipe Nasr - Sauber - Formel 1-Test - Barcelona - 3. März 2016 Foto: Stefan Baldauf 167 Bilder

Felipe Nasr beendete den siebten Testtag in Barcelona auf dem sechsten Rang. Es war sein letzter vor dem Saisonauftakt in Melbourne. Seine Mannschaft sieht der Brasilianer auf dem richtigen Weg.

03.03.2016 Andreas Haupt

Für Felipe Nasr geht vor dem Saisonauftakt am 20. März in Australien nichts mehr. Am Donnerstag (3.3.2016) spulte der WM-13. aus dem Vorjahr seine letzten 116 Runden ab. "Heute war ein produktiver Tag. Wir konnten viele Kilometer sammeln. Am Morgen machten wir ein paar kürzere Runs, am Nachmittag dann eine Rennsimulation", erläuterte der Pilot aus Brasilia sein Programm.

Hat Sauber aufgeholt?

Mit seinem Pensum vom Dienstag bringt es der Brasilianer im neuen Sauber C35 auf 219 Bahnen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Oder umgerechnet 1.019,445 Kilometer. Nicht genug, um mit allen Wassern gewachsen nach Down Under zu reisen. "Wir hatten sicher nicht genug Zeit, um in Melbourne schon bei 100 Prozent zu sein", befindet Nasr.

Seine schnellste Runde am Donnerstag spülte ihn auf den sechsten Platz. Nasr umkurvte die Strecke in 1:24.760 Minuten auf der Softmischung. Auf die Spitze büßte er 1,995 Minuten ein. Allerdings war die mit dem weichsten Pirelli-Kleber unterwegs. "Es sieht so aus, als hätten wir gegenüber den Spitzenteams etwa sechs Zehntel aufgeholt", resümiert der 23.-Jährige.

Mit dem neuen C35 scheint den Ingenieuren ein ordentlicher Wurf gelungen zu sein. Nasr gibt sich optimistisch. "Wir sehen echte Verbesserungen. Aber wir haben immer noch nicht das ganze Potential freigesetzt. Ich hoffe, dass Marcus morgen alle Punkte von unserer Liste abhaken kann. Wenn wir die eingeschlagene Richtung weiter verfolgen, sieht es gut aus."

Nasr spürt die neue "Reifen-Klippe"

Bei Testfahrten gibt es viele Unbekannte. Die Spritmenge. Die Motor-Mappings. Die abgerufene ERS-Power. Die sich ändernden Streckenbedingungen. Und die Reifen. Pirelli lässt in Barcelona mit extrem hohen Reifendrücken fahren. Vorne sind es zwischen 23 und 24 PSI, hinten 20. Das ändert das Fahrverhalten spürbar. "Man merkt richtig, wie es die Autos nach außen treibt und sie untersteuern."

Zudem hat Pirelli seine Mischungen überarbeitet. Es gibt jetzt eine zweigeteilte Lauffläche. Eine weichere erste Schicht und eine härtere zweite. Damit soll den Fahrern ein besseres Gefühl für den Punkt vermittelt werden, wann die Reifen am Ende sind. "Man markt ihn", sagt Nasr. "Ich habe generell das Gefühl, dass die Reifen schneller verschleißen. Das kann aber auch mit den Temperaturen zusammen hängen."

Auch zum Halo-Kopfschutz wurde der Brasilianer befragt. Nasr wirft gleich mehrere Aspekte in den Raum. "Es geht um die Sicht für den Fahrer, aber vor allem um die Sicherheit. Und um die Statik sowie Ästhetik." Dann fragt er: "Was ist eigentlich aus der Cockpitkanzel geworden?"

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