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Nelson Piquet im Interview

"Es würde zu Flavios Charakter passen"

Nelson Piquet Foto: dpa 56 Bilder

Einen Tag nach dem Urteil des FIA-Weltrats  zum Singapur-Skandal ist Nelson Piquet junior hin und hergerissen. Einerseits ist der Brasilianer erleichtert, dass alles vorbei ist, andererseits ist er nervös, dass die Affäre seiner Karriere geschadet hat.

22.09.2009 Michael Schmidt

Wie war die Verhandlung?
Piquet: Sehr ruhig, sehr sachlich. Ich musste 45 Minuten lang auf Fragen antworten.

Wer hat Sie gefragt?
Piquet: Bernie Ecclestone, der Vertreter des spanischen Automobilclubs, Michel Boeri vom AC Monaco.

Was wollte Bernie Ecclestone wissen?
Piquet: Warum ich mich auf so eine Sache eingelassen habe. Ich habe ihm erzählt, wie ich von Flavio unter Druck gesetzt wurde. Das ganze Wochenende war ein Alptraum. Das soll trotzdem keine Entschuldigung sein. Ich hätte mich nie darauf einlassen sollen.

Wie haben Flavio Briatore und Pat Symonds reagiert?
Piquet: Die waren gar nicht da.

Warum?
Piquet: Keine Ahnung, vielleicht wollten sie nicht öffentlich vorgeführt werden. Sie haben schriftlich eine Erklärung abgegeben.

Fernando Alonso war da. Warum er?
Piquet: Sie wollten von ihm wissen, ob er etwas mit der Sache zu tun hatte.

Hat er?
Piquet: Nein. Die Gespräche fanden nur zwischen Flavio, Pat und mir statt.

Warum wurde Pat Symonds so hart bestraft. Wollte er nicht alles zugeben?
Piquet: Die Einzelheiten kenne ich nicht. Ich glaube aber, dass er nur zugegeben hat, dass sich die Sache so abgespielt hat, er auch involviert gewesen sei, dass die Idee aber von mir gekommen sei.

Wer hatte die Idee?
Piquet: Es würde irgendwie zu Flavios Charakter passen. Aber die Details hat er sich sicher nicht ausgedacht. Dafür kennt er sich mit Rennstrategie zu wenig aus.

Finden Sie die Strafe gerecht?
Piquet: Sie geht in Ordnung. Flavio trifft es am härtesten. Er muss alle Fahreraufträge auflösen, auch meinen. Das wird ihn viel Geld kosten, wenn man bedenkt, wen er vertreten hat.

Wie geht es mit Ihnen weiter?
Piquet: Ich versuche ein Cockpit für 2010 zu finden. Mir ist bewusst, dass es nach dieser Geschichte schwierig wird. Manche Leute werden Angst haben, dass so etwas noch einmal passiert. Aber das war ein einmaliger Fall. Ich habe meine Lehren daraus gezogen. Wenn ich in der Formel 1 keinen Platz finde, gehe ich vielleicht für ein Jahr nach Amerika und versuche dort einen guten Job zu machen, bis sich die Wogen geglättet haben. Ich war im August mal für eine Woche drüben und habe mit einigen Teams gesprochen.

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