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Nelson Piquet & Sebastien Bourdais

Letztes Rennen vor dem Rausschmiss?

Piquet und Bourdais Foto: Red Bull 13 Bilder

Für Nelson Piquet und Sebastien Bourdais war der GP Deutschland wohl das letzte Rennen des Jahres. Der Renault-Pilot soll ab dem nächsten Rennen durch Romain Grosjean ersetzt werden, Toro Rosso-Pilot Bourdais muss Gerüchten zufolge Jaime Alguersuari Platz machen.

10.07.2009 Michael Schmidt

Die Sitten in der Formel 1 werden rauer. Nachdem es in der Saison 2008 keinen einzigen Fahrerwechsel gab, wird es wohl nach dem GP Deutschland gleich zu zwei Neubesetzungen kommen. Die Cockpits von Nelson Piquet und Sebastien Bourdais sind in Gefahr.

Romain Grosjean für Nelson Piquet?

Piquet junior soll die schlechte Nachricht am Donnerstag (9.7.) von Teamchef Flavio Briatore erfahren haben. Der Vertrag des Brasilianers lässt die Möglichkeit offen, ihn auszutauschen sollte er bis Saisonmitte nicht eine bestimmte Prozentzahl der Punkte von Teamkollege Fernando Alonso erzielt haben. Alonso hat elf, Piquet null Punkte. Da muss man nicht einmal den Prozentsatz wissen.

Andererseits hatte Piquet bei mindestens vier Rennen in diesem Jahr nicht das gleiche Material. Bestimmte Entwicklungsstufen bekam Alonso exklusiv, so wie jetzt auch am Nürburgring den neuen Frontflügel und die flachere Motorabdeckung. Der Ersatz für Piquet steht bereits fest. Es ist Renault-Schützling Romain Grosjean. Der 23-jährige Schweizer, der mit französischer Lizenz fährt, führt derzeit die GP2-Serie an. Flavio Briatore wollte die Gerüchte weder dementieren noch bestätigen. "Wir wissen es noch nicht", weichte er aus.

Da Piquet junior seinen Vater mit an die Strecke gebracht hat, ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. "Ich werde mit Flavio über die Gerüchte sprechen", erklärte Piquet senior.

Jaime Alguersuari für Sebastien Borudais?

Bei Toro Rosso soll die letzte Stunde von Sebastien Bourdais geschlagen haben. Der vierfache ChampCar-Meister hat in dieser Saison zwei Punkte für Toro Rosso eingefahren, doch seine Leistungen waren auch in dieser Saison zu schwankend. Im Trainingsduell mit Teamkollege Sebastien Buemi liegt Bourdais mit 2:7 zurück, und sein teaminterner Rivale hat auch einen Punkt mehr auf dem Konto. Das wiegt umso schwerer, da Buemi ein Neuling ist, Bourdais aber bereits eine komplette Saison hinter sich hat.

Auf die Personalie angesprochen meinte Teamchef Franz Tost: "Kein Kommentar." Das klingt wie eine Bestätigung. Man hört zwischen den Zeilen aber auch heraus, dass der kolportierte Wechsel nicht unbedingt auf seine Initiative hin stattfinden soll. Da stecken offenbar höhere Interessen des Red Bull-Managements dahinter.

Ersatzmann ohne Erfahrung

Als Ersatzmann für Bourdais käme Jaime Alguersuari in Frage, der erst kürzlich zum offiziellen Test- und Ersatzfahrer von Red Bull geadelt wurde. Der 19-jährige Spanier ist in der Renault World Series derzeit Achter. Er empfahl sich als jüngster Meister der englischen Formel 3-Meisterschaft aller Zeiten. Alguersuari hat allerdings so gut wie keine Formel 1-Erfahrung. Erst einmal durfte er einen Aerodynamiktest auf einer Kreisbahn abspulen.

Das Risiko, ein Talent zu verheizen, wäre sehr groß. Toro Rosso würde sich keinen Gefallen tun, denn man hätte dann zwei Neulinge im Team. Die jüngsten Ergebnisse haben gezeigt, dass Buemis größtes Handikap noch im Mangel an Erfahrung liegt. Der Schweizer lag öfter mal mit der Abstimmung daneben oder hatte Probleme, die Reifen in ihr Arbeitsfenster zu bekommen.

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