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Neue F1-Teams

Campos sucht Geld, Lotus ein Auto

Campos Logo Foto: GP2 4 Bilder

Die neuen Teams arbeiten auf der letzten Rille. Bei Campos dreht sich alles um die Finanzen. Lotus hat das Geld, aber kein Auto. Laut Technikdirektor Mike Gascoyne ist Lotus knapp im Plan für das neue Auto.

25.09.2009

Mit Campos, Manor GP, USF1 und Lotus haben sich vier neue Teams für die Formel 1 beworben. Ob alle kommen, darüber herrschen noch Zweifel. Campos muss sich nicht um das Auto kümmern. Das wird in Italien von Dallara gebaut. Das spanische Formel 1-Team sucht fieberhaft nach Geld.

Absage von Repsol

Geschäftsführer Daniele Audetto stöhnt: "Die Abschaffung der Budget-Obergrenze hat unseren Plan durcheinander geworfen. Wir haben mit 45 Millionen Euro gerechnet, und plötzlich darf man 2010 das Doppelte ausgeben." Mobilfunkanbieter Telefonica ist als Hauptsponsor gesetzt. Genauso wie Nummer-Eins-Pilot Pedro de la Rosa. Die spanische Ölfirma Repsol hat sich offenbar für Toro Rosso und Jaime Alguersuari entscheiden.

Ein weiterer spanischer Sponsor, der bei Campos auf der Agenda steht, zögert. "Der Skandal um Renault hat uns nicht gut getan", flucht Audetto. "Die Sponsoren haben sich zurückgehalten, bis Klarheit in dem Fall herrscht. Da Alonso verwickelt war, sind die spanischen Geldgeber besonders sensibel. Die Liste für das zweite Cockpit umfasst zehn Fahrer. Darauf stehen neben Nelsinho Piquet auch die GP-Piloten Vitaly Petrov, Sergio Pérez, Pastor Maldonado und Bruno Senna.

Lotus muss eigenes Auto bauen

Lotus hat andere Sorgen. Geld ist vorhanden, und auch die Fahrer sollten nicht das dringendste Problem sein. Zuerst muss ein Auto her. Und eine Mannschaft, die es baut. Im Augenblick behilft sich Technikdirektor Mike Gascoyne mit einer Truppe, die er aus alten Toyota-Tagen kennt. "Das ist eine Designgruppe aus Köln, die früher einmal für Toyota gearbeitet hat. Mit der bin ich seit einem Monat dran, das Auto zu zeichnen."

Laut Gascoyne ist das Monocoque bereits abgesegnet. Auch die Nase des Lotus ist fertig gezeichnet. "Die ersten Negativformen gibt es im Januar. In der zweiten Februarwoche wollen wir zwei Autos auf den Rädern haben." Um Motor, Getriebe, Hydraulik und Elektronik muss er sich nicht kümmern. Das besorgen Cosworth und Xtrac. "Das ist die Formel 1 wie früher", schwärmt Gascoyne. "Selbst als Neueinsteiger stehst du nicht chancenlos da."

Toyota-Team baut Lotus F1

Lotus hat insgesamt 250 Jobs ausgeschrieben. "Das wird ein übergreifender Prozess", erklärt das Formel 1-Urgestein, der schon bei Tyrrell, Jordan, Toyota und Renault gearbeitet hat. "Je mehr Leute anheuern, umso weniger brauchen wir die externe Designgruppe. Bis März nächsten Jahres steht unsere Mannschaft."

Die Fabrik von RTN ist laut Gascoyne erste Sahne. "Da wurden bis vor kurzem Le Mans-Autos gebaut. Die haben alles, was wir brauchen. Autoklaven, vollautomatische Fertigungsmaschinen. Nebenbei bauen wir in Malaysia unsere Außenstelle auf." Gascoyne schwört auf die alten Jordan-Tage: "Wir werden 50 Prozent der Teile im Haus fertigen, den Rest bei Lieferanten." Mit der Entscheidung, den Bau des Autos in eigene Hände zu nehmen, ist Plan B gestorben. "Der Zug, ein Team zu kaufen, das aussteigt oder sich übernommen hat, ist abgefahren."

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