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Neue Formel 1-Teststrecke in Spanien

Foto: Circuito Monteblanco 17 Bilder

Im Testfrühjahr 2007 hat die Formel 1 die Qual der Wahl. Neben Barcelona und Jerez entsteht bei Sevilla eine nagelneue Rennstrecke, auf der sich die GP-Teams austoben können. Der Circuito Monteblanco soll zukünftig aber auch Rennsport-Begeisterte und Urlauber anlocken.

28.06.2006 Markus Stier

Mit privaten Geldern französischer Investoren finanziert, entsteht in Andalusien zur Zeit eine komplett neue Rennstrecke. Streckenchef Michel Ligonnet, selbst ein erfahrener Haudegen bei Sportwagen- und Langstreckenrennen, kann bereits eine FIA-Lizenz für Formel 1-Tests und die Genehmigung für Rundstreckenrennen bis zur GP2-Serie vorweisen. Zur Ausrüstung gehören eine Warnleuchtenanlage rund um den Kurs und ein Streckenhospital.

Herzstück der Anlage ist ein 4,455 Kilometer langer GP-Kurs. Die vom spanischen Architekten Jaime Nogué entworfene Strecke bietet eine lange Gerade, auf der die Formel 1 Topspeeds bis zu 314 km/h erreichen soll. Die schnellste Kurve wird laut Computersimulation mit 206 km/h durchfahren, die langsamste mit 70 km/h. Die vorausberechnete Rundenzeit für die Formel 1 soll bei 1:30 Minuten liegen.

Keine Formel 1-Rennen

Spanien hat mit Barcelona und dem neuen Circuito Monteblanco naheliegenden Jerez bereits zwei GP-Strecken. Michel Ligonnet betont, dass der Circuito Monteblanco keinesfalls Formel 1- oder MotoGP-Rennen austragen will. Vielmehr will der französische Initiator Thierry Renaud Rennställe aller Arten von Motorsport sowie Hersteller von Serienautos für Testfahrten anlocken. Ein rund 1,4 Kilometer langer Nasshandlingkurs mit Sprinkleranlage gehört ebenso zur Ausrüstung wie eine Komfortstrecke sowie eine Kreisbahn und eine dynamische Rutschplatte.

Zusätzlich soll die 48 Kilometer westlich von Sevilla gelegene Anlage auch als Präsentationszentrum für die Auto- oder Motorradindustrie dienen. Neben einer Boxenanlage mit 24 Garagen entstehen ein kleines Gewerbegebiet, zwei Fahrerlager und drei Boxenstraßen.

Provencalisches Dorf und Rennsportschule

Acht verschiedene Streckenvarianten mit unterschliedlicher Charakteristik stehen zur Wahl. Einige Kursvarianten können auch parallel betrieben werden. Der Clou ist ein 1,1 Kilometer langer Stadtkurs, in den ein "provencalisches Dorf" eingebettet ist. Dort sind unter anderem eine Rennsportschule, sowie zwei Hotels mit insgesamt 130 Betten beheimatet. Schließlich sprechen die Betreiber auch Urlauber und rennbegeisterte Amateure an. Im Frühjahr 2007 soll die Rennsportschule ihre Tore öffnen, für 2008 ist ein 18 Loch-Golfplatz geplant.

Weitere Informationen finden sich im Web unter www.circuitomonteblanco.com.

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