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Neue Gegner für Mercedes

Ferrari und Renault holen auf

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Australien - 14. März 2014 Foto: xpb 108 Bilder

Bei den Winter-Testfahrten kamen die Gegner von Mercedes von den Kundenteams aus dem eigenen Lager. Melbourne droht Mercedes von alten Bekannten Gefahr. Fernando Alonso im Ferrari und Sebastian Vettel im Red Bull. Ferrari und Renault holen in riesigen Schritten auf.

14.03.2014 Michael Schmidt

Man musste mit Ferrari und Red Bull rechnen. Doch dass es so schnell geht, daran haben selbst Optimisten nicht geglaubt. Mercedes sieht im Rückspiegel nicht mehr nur seine Satellitenteams Williams, McLaren und Force India, sondern nun auch Ferrari und Red Bull.
 
Während bei Ferrari schon während der Wintertests gemunkelt wurde, man habe nicht alles gezeigt, feierte Red Bull eine echte Auferstehung. Sebastian Vettel fehlten 0,756 Sekunden auf die Bestzeit von Lewis Hamilton. Fernando Alonso lag mit 0,507 Sekunden Rückstand noch näher dran. Das Morgentraining hatte der Spanier sogar dominiert.

Ein Drittel des Winterpensums an einem Tag

Renault hat seinen Motor auf Vordermann gebracht. "Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, aber es ist ein guter Schritt", resümierte Motorenchef Rob White. Zum ersten Mal konnte der Renault V6-Turbo über weite Strecken die volle Power entfalten. Die Ladedruck-Kontrolle und Motorabstimmung funktioniert deutlich besser. Damit wird auch die Batterie so weit aufgeladen, dass sie regelmäßiger als zuvor ihre 160 PS in das System einspeisen kann.

Red Bull hat bei der Programmierung mitgeholfen. "Wir haben im Schichtbetrieb gearbeitet und ernten jetzt die ersten Früchte", stellte Teamberater Helmut Marko zufrieden fest. Endlich wurden auch Kilometer abgeschrubbt. Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo schafften in den beiden Trainings 115 Runden. Das sind 610 Kilometer. "Ein Drittel unseres gesamt Wintertestpensums", jubelte Teamchef Christian Horner.

Vettel in den Kurven schneller als Mercedes

Dass der Red Bull RB10 ein schnelles Auto ist, wenn er einmal läuft, daran hatte keiner Zweifel. Nico Hülkenberg staunte beim Betrachten der Bilder aus Vettels Bordkamera: "Das Ding liegt wieder wie ein Brett. Die müssen Abtrieb ohne Ende haben." Teamchef Horner liefert ein interessantes Detail aus dem GPS-Abgleich: "Wir verlieren auf allen Geraden zusammen zwischen einer Dreiviertelsekunde und einer Sekunde auf die Mercedes. Das heißt, dass wir in den Kurven schneller sind."

Auch Vettel selbst notierte einen deutlich Fortschritt: "Das lief viel besser, als ich es je erwartet habe. Ich kann jetzt die volle Power nutzen. Beim Beschleunigen gibt es zwar noch ein Leistungsloch, aber lange nicht mehr so schlimm wie bei den Testfahrten." Marko freute sich: "Für uns beginnen erst die Abstimmungsarbeiten am Auto. Da liegt noch viel Potenzial drin."

Räikkönen hat Probleme mit der Bremsbalance

Ferrari machte ebenfalls eine starke Figur. Fernando Alonso lag beständig unter den Top 3. Egal ob mit harten oder weichen Reifen. Es könnte allerdings sein, dass Alonso mit weniger Sprit als Mercedes und Red Bull unterwegs war. Das zumindest konnte man aus der Körpersprache der Roten lesen. Und wenn man die Aussagen zwischen den Zeilen liest.

Felipe Massa machten die neun Zehntel Differenz zu Alonso keine Angst. Der Schnellste der Testfahrten war mit seinem Williams schwer unterwegs: "Wenn ich Sprit abpumpe, fahre ich Fernandos Zeit. Für Mercedes wird es aber nicht reichen."

Was sich schon bei den Testfahrten abzeichnete, bestätigte der erste Trainingastag. Kimi Räikkönen hinkt Alonso zwischen 0,7 und 1,1 Sekunden hinterher. Der Finne beklagt sich, dass die Bremsbalance nicht so abgestimmt ist, wie er es für seinen Fahrstil braucht.

Rennleiter Stefano Domenicali verspricht: "Wir arbeiten daran. Das ist kein Fahrerproblem, sondern unseres. Der Italiener will den Tag jedoch nicht vor dem Abend lobnen: "Streckenweise sieht es gut aus. Wir müssen aber noch sicherstellen, dass wir regelmäßig die volle Power fahren können. Uns fehlt noch die Konstanz."

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