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Neue Helmkamera

Die Formel 1 aus der Sicht von Vettel

Sebastian Vettel - Helmkamera Foto: Red Bull 63 Bilder

Sebastian Vettel fuhr im Freien Training von Sao Paulo erstmals mit einer neuartigen Helmkamera. Die nur acht Gramm schwere Technik eröffnete dem Fernsehzuschauer eine ungewohnte Perspektive. Die Fans sahen erstmals fast das gleiche Bild wie der Fahrer selbst.

25.11.2011 Tobias Grüner

Drei Jahre hat die Entwicklung der neuen Helmkamera für Sebastian Vettel gedauert. Am Freitag war das kleine Technikwunderwerk erstmals in der Formel 1 im Einsatz. Die Premiere war dem Weltmeister vorbehalten. Sebastian Vettel spielte Versuchskaninchen.

Vettel sorgt für verwackelte Bilder

Schon nach zwei Trainingssitzungen war klar, dass der Test erfolgreich war. Dem Fernsehzuschauer wurde durch die nur acht Gramm schwere Kamera eine völlig neue Perspektive geboten. Auf der Außenseite des Helmes montiert, änderte sich der Kamerawinkel mit jeder Bewegung des Kopfes. Einige Zuschauer klagten allerdings über leichte Schwindelgefühle durch die ruckelnde Perspektive.

"Das sieht ziemlich verwackelt aus", analysierte Vettel selbst nach Ansicht der ersten Bilder. "Aber da sieht man erst einmal, wie man hier durchgeschüttelt wird. Manche stellen sich das ja immer wie eine Sonntagsfahrt vor. Aber das ist nicht ganz so."

Kamera wird außen an den Helm geklebt

Gestört hat die Kamera den Piloten bei seiner Arbeit nicht. "Sonst wäre sie schon längst abgebaut", grinste Arai-Helmtechniker Peter Bürger in der Mittagspause. "Wir müssen nur mal abwarten, ob nicht Adrian Newey noch irgendein Problem mit der Aerodynamik findet." Der Ingenieur ist für die Vorbereitung der Technik zuständig. Nicht ohne Stolz präsentierte Bürger die knapp ein Zentimeter breite Plastikkapsel, unter der die Kamera an den Helm geklebt wird.

Batterien muss Vettel übrigens nicht herumschleppen. Die Kamera bezieht ihre Energie aus dem Kabel, das an der Rückseite des Helmes verlegt ist. Ein Loch musste für die Kamera nicht in den Helm gebohrt werden. "Bei einem Unfall muss das alles einfach abreißen", erklärte Bürger, der stets um die Sicherheit besorgt ist.

Schon in Abu Dhabi hatte man Vettel in einer neuen Perspektive gesehen. Damals wurde eine Kamera am Cockpitrand montiert, die den Helm des Fahrers von vorne ins Visier nahm. "Das fand ich nicht so gut", kritisierte der Pilot. "Dadurch, dass wir in der Dunkelheit mit einem klaren Visier gefahren sind, hat man direkt in meine Augen gesehen."

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