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Neue Motoren beim Heimspiel

Red Bull in der letzten Startreihe

Start - GP Kanada 2015 Foto: xpb 22 Bilder

Im letzten Jahr hat Red Bull in Montreal und Spa noch gewonnen. 2015 sind die Autos auf den Power-Strecken chancenlos. Das Heimspiel in Spielberg zählt auch dazu. Deshalb sollen Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat hier den jeweils fünften Motor auspacken.

10.06.2015 Michael Schmidt

Eigentlich war der Schritt für den GP Kanada geplant. Red Bull wollte seine Fahrer aus taktischen Gründen mit dem fünften Motor ins Rennen schicken. Weil eine Startplatzstrafe auf den Strecken am wenigsten schmerzt, auf denen man sowieso keine Chancen hat. Renault ist in diesem Jahr noch weiter hinter Mercedes gefallen als 2014. Und Ferrari ist deutlich vorbeigezogen. Vor der Sommerpause ist mit mehr Leistung bei Renault nicht zu rechnen. Die Franzosen befinden sich noch in der Phase der Konsolidierung.

Budapest ist die stärkste Strecke für Red Bull

Deshalb will sich der Vize-Weltmeister auf die Grand Prix konzentrieren, auf denen die Aerodynamik einen Teil des Power-Mankos wettmachen kann. Strecken wie Silverstone, Budapest, Singapur oder Suzuka. Da will Renault auf keinen Fall gezwungen werden, einen Motorwechsel durchzuführen, der die Fahrer um zehn Startplätze zurückwirft.

Deshalb bot sich Montreal an, um die ersten Strafen auszufassen. Doch dann wären die Motoren beim GP Ungarn schon wieder vier Rennen alt gewesen. "Das ist vielleicht unsere stärkste Strecke im ganzen Jahr. Dort dürfen wir auf keinen Fall Startplätze herschenken", sagt Teamchef Christian Horner.

Also dann doch der Heim-Grand Prix, auch wenn es bitter werden könnte. Dazu Horner: "Unsere Simulation hat ergeben, dass uns der Motor am Red Bull-Ring noch mehr Zeit kosten wird als in Montreal. Deshalb ergibt ein taktischer Motorwechsel dort am meisten Sinn. Wir müssen damit rechnen, dass wir in der letzten Reihe stehen und dann auch noch Zeitstrafen kassieren, wenn es die Fahrer von der Rundenzeit her nicht in die Top Ten schaffen."

Red Bull in Montreal langsamer als 2014

Im Montreal kamen beide Fahrer ins Q3. Obwohl die Topspeeds trotz Monza-Heckflügel um 10 km/h hinter der Spitze lagen und im letzten Sektor so acht Zehntel liegen blieben. "Wir sind vom Motor schlechter aufgestellt als im letzten Jahr", monierten Horner und Teamberater Helmut Marko. "Die GPS-Vergleichsmessungen auf den Geraden sind erschreckend."

Die Zahlen belegen das. Die schnellste Trainingsrunde eines Red Bull aus dem Vorjahr lag bei 1.15,548 Minuten. In diesem Jahr kam der Vorjahressieger nicht über 1.16,079 Minuten hinaus. Alle anderen legten im Vergleich zu 2014 zu. Mercedes um 0,481 Sekunden, Ferrari um 0,800 Sekunden, Williams um 0,448 Sekunden und selbst Force India um 0,686 Sekunden.

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