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Neue Motorenregel

Stunde der Strategen: Welcher Motor kommt wann?

Robert Kubica Foto: Daniel Reinhard 55 Bilder

In dieser Saison dürfen die Formel 1-Teams pro Fahrer insgesamt nur acht Motoren einsetzen. Wann welches Triebwerk seinen Dienst verrichtet, bleibt freigestellt. Die Teams verfolgen unterschiedliche Strategien. 

07.04.2009

BMW-Teamchef Mario Theissen hatte vor der Saison gewarnt: "In diesem Jahr wird es mehr Motorschäden geben." Prompt war Robert Kubica das erste Opfer. "Sein Defekt hatte aber nichts damit zu tun, dass die Motoren länger laufen müssen." Kubicas Triebwerk war fast noch taufrisch. Es hatte erst 40 Runden oder 220 Kilometer abgespult.

Kubica mit Motorschaden in Sepang

Die BMW-Techniker vermuten einen Schaden im pneumatischen Ventilsystem. Theissen: "Es sieht so aus, als wäre eine Zylinderbank ausgefallen. Robert berichtete schon in der Einführungsrunde, dass der Motor komische Geräusche macht." Kubica ist damit der erste Fahrer, dessen Motorkontingent auf sieben Einheiten fällt.

Wie die acht Motoren pro Fahrer über die Saison verteilt werden, ist eine logistische Herausforderung. Bei BMW und Ferrari geht es so: Motor Nr.1 bestritt das GP-Wochenende in Melbourne, das Freitagstraining in Sepang und kommt auch an den Freitagen von Shanghai und Bahrain zum Einsatz. Das zweite Triebwerk tut am Samstag und Sonntag von Sepang und Shanghai seinen Dienst und bekommt am Freitag in Barcelona sein Gnadenbrot. Auch Brawn verfährt mit seinen Mercedes-Kundenmotoren so.

Unterschiedliche Strategien

Das Werksteam McLaren und Toro Rosso-Ferrari schlugen einen anderen Weg ein. Bei McLaren blieben die Melbourne-Triebwerke auch in Malaysia das gesamte Wochenende in den Autos, und sie werden später noch in einem Freitagstraining eingesetzt. In Shanghai beginnt das Leben von Motor zwei.

Toro Rosso ließ sich eine ganz eigenwillige Variante einfallen. Die Melbourne-Aggregate durften in Malaysia am Freitag pausieren, kamen für Qualifikation und Rennen aber wieder zum Einsatz.

Der frische Ferrari-V8, der am Freitag im Schongang seinen Dienst verrichtete, wird sowohl in Shanghai als auch Bahrain an Samstag und Sonntag die Hauptlast tragen.

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