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Neue Regeln

Alle gegen Ferrari

Foto: Foto: dpa 28 Bilder

Weil die Sporthoheit FIA mit ihren Abrüstungsplänen in der Formel 1 für Ferrari arbeitet, haben sich alle anderen Teams zu einer neuen Front zusammengeschlossen.

27.10.2004

FIA-Präsident Max Mosley präsentierte den Teams nach der Weltratsitzung am 13. Oktober die neuen Regeln für 2005: Um 50 Millimeter höhere Frontflügel, die Heckflügel 150 Millimeter weiter nach vorn, Diffusor-Höhe maximal 125 Millimeter. Dazu drei Reifensätze pro Wochenende, davon einer für die Qualifikation und das Rennen. Schließlich müssen die Motoren zwei Rennen halten.

In Brasilien war der Unmut der anderen neun Teams so groß, dass sie in ungewohnter Einigkeit eine Liste mit Gegenvorschlägen erarbeiteten und unterschrieben. Grund für den Ärger: Die Teams unterstellen Mosley, er habe die neuen Regeln für Ferrari maßgeschneidert.

Nur noch zehn Testtage

Das von Minardi-Chef Paul Stoddart initiierte Gegenpapier enthält noch radikalere Vorschläge: Einheitsreifen, Zweitages-Veranstaltungen mit vier Stunden Training am Freitag, dafür aber nur noch zehn Testtage pro Jahr statt 48 wie bisher. Ferrari-Teamchef Jean Todt blieb dem Treffen fern.

Gerade die geforderte Testeinschränkungen sind ein gezielter Schlag gegen Ferrari. Selbst die testverrückten Teams Williams und McLaren haben erkannt, dass Ferrari mit zwei eigenen Teststrecken vor der Haustür (Fiorano und Mugello) auf Dauer nicht beizukommen ist. Jean Todt verteidigt diesen Vorteil mit Klauen und Zähnen. Sollte es Einheitsreifen geben, fehlten zudem 25 Millionen Dollar Mitgift von Bridgestone in der Kriegskasse.

BAR-Chef Richards: "Ferrari könnte Größe zeigen"

Um den schwarzen Peter klar bei den Roten unterzubringen, argumentiert die Konkurrenz: Wer diese Vorschläge sabotiert, verhindere die Sparmaßnahmen. Dass Ferrari bei nur zehn verbleibenden Testtagen kaum die Chance hat, den F2005 ordentlich zu erproben, ist den anderen Teams gerade recht. BAR-Chef David Richards empfiehlt die sportliche Sichtweise: "Wenn Ferrari die neuen Umstände akzeptiert, würden sie damit Größe zeigen und beweisen, wie stark sie wirklich sind."

McLaren-Chef Ron Dennis brannte noch ein anderes Thema auf der Seele: "Die Team-Oberhäupter werden sonst immer als ein ungeordneter Haufen dargestellt. Dieses Mal haben wir versucht, um die Mauer herumzulaufen, anstatt dagegen." Ob sein Gang von Erfolg gekrönt war, zeigt sich am 31. Oktober, wenn die FIA die Regeln für 2005 endgültig festlegt.

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