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Neue Regeln

Hybrid-Autos und Bio-Sprit

Die FIA hat die neuen Formel 1-Regeln für 2008 festgelegt. Präsident Max Mosley will die Kosten weiter senken und technisches Wettrüsten einbremsen. Doch auch die Formel 1 soll mit der Zeit gehen. Bio-Sprit und Hybrid-Autos sollen auch in den GP-Sport Einzug halten.

21.12.2005

"Es kann doch nicht sein, dass einer der Hersteller eine Summe für die Formel 1 ausgibt, die höher ist, als die Hälfte der ausgeschütteten Dividende", schimpft Max Moslex, ohne den betreffenden Hersteller zu nennen. "Früher oder später werden die Aktionäre darauf reagieren", prophezeiht der FIA-Chef und signalisiert, dass er so lange nicht warten will.

Um rechtzeitig (zwei Jahre vor Inkrafttreten) alle Beteiligten auf die künftigen Regeln aufmerksam zu machen, macht die FIA die ab 2008 geltenden technischen und sportlichen Bestimmungen bekannt.

Die Regeländerungen ab 2008:

- Neue Technologien, die einem Team einen klaren Vorteil verschaffen, und voraussichtlich von der Konkurrenz kopiert werden, sind ab der darauf folgenden Saison verboten.

- Der Heckflügel ist zweigeteilt, um den Nachfolgenden das Fahren im Windschatten und das Überholen zu erleichtern.

- Die Aerodynamik wird beschnitten, um die Kurvengeschwindigkeiten zu senken.

- Die Frontflügel werden beschnitten, um die Autos im Windschatten unempfindlicher gegen Verwirbelungen zu machen.

- Das Mindestgewicht sinkt von 605 Kilogramm (inklusive Fahrer) auf 550 Kilogramm. Damit soll der Einbau teurer Ballastmaterialien vermieden und die Sicherheit bei Unfällen verbessert werden.

- Die Motoren tragen einen Drehzahlbegrenzer, der bei 19.000/min abriegelt, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

- Eine Standardelektronik ist für alle Teilnehmer Pflicht. Versteckte Fahrhilfen sollen so eliminiert werden.

- Getriebe-Gangräder müssen eine Stärke von mindestens zwölf Millimetern haben. Das soll die Haltbarkeit der Getriebe erhöhen.

- Die Fahrer sollen den Reifendruck künftig vom Cockpit aus regulieren können. So sollen Reifenschäden und damit verbundene Sicherheitsrisiken minimiert werden.

- Der maximale Raddurchmesser wächst auf 710 Millimeter, die Breite vorn auf 365 Millimeter und hinten auf 460 Millimeter. Es werden wieder profillose Slicks erlaubt. Das soll für einen erhöhten mechanischen Grip sorgen und den Verlust der Haftung durch die beschnittene Aerodynamik ausgleichen.

- Nur Materialien, die die FIA ausdrücklich für zulässig erklärt, dürfen verwendet werden. Die aufwändige Grundlagenforschung und Produktion teurer Teile soll so verhindert werden.

- 5,75 Prozent des Benzins müssen aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden.

- Ein einziger Reifenhersteller versorgt alle Teams mit Einheitspneus.

- Jeder Motor muss drei Rennen überstehen, jedes Getriebe vier Rennen. Wer vorzeitig ein defektes Aggregat austauschen muss, wird mit Handicap-Gewichten bestraft.

- Testfahrten werden limitiert.

- Jedes Team darf nur zwei Autos an einem Rennwochenende einsetzen.

- Neue Einschreibefristen

Weitere Änderungen für 2009:

- Die Rückgewinnung von Energie (Hybridsysteme) wird zugelassen, da sie ohne großen finanziellen Aufwand von allen Teams zu installieren sind.

- Pro Saison sind nur noch zwei Änderungen an der Aerodynmik erlaubt. Das soll Kosten für technische Weiterentwicklung und Windkanalmiete sparen.

- Eventuell wird das Drehzahllimit von 19.000 auf 20.000/min angehoben, falls sich die Motoren 2008 als standfest erweisen.

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