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Neue Sparidee für die Formel 1

Ein Unterboden für alle

Williams - GP Österreich - Formel 1 - Samstag - 20.6.2015 Foto: ams 97 Bilder

Wie kann die Formel 1 sparen, schnellere Autos produzieren und das Feld enger zusammenbringen? Der jüngste Vorschlag hört sich viel versprechend an. Ein Standard-Unterboden für alle. Und dazu genormte Crashstrukturen vorne, hinten und an der Seite.

20.06.2015 Michael Schmidt

Gesucht wird das Ei des Kolumbus. Eine Lösung, die alle Probleme der Formel 1 auf einmal lösen soll. Die das Feld enger zusammenrücken lässt, die Autos schneller macht und den kleinen Teams beim Sparen hilft. Der jüngste Vorschlag könnte eine gute Diskussionsbasis sein.

Alle Autos sollen mit einem Einheits-Unterboden fahren. Dazu werden die Crashstrukturen genormt. Die Knautschzonen in den Seitenkästen sind bereits für alle gleich. Man könnte das gleiche vorne und hinten machen. Die beiden Maßnahmen hätten den Vorteil, dass sie unsichtbar sind. Der Zuschauer kann weder unter das Auto noch hinter die Verkleidung schauen. Also ist es ihm auch egal, wenn alle den gleichen Unterboden haben. Und die Idee würde viel Geld sparen.

Mehr Überholmanöver, weniger Kosten

Mit einem Einheitsunterboden könnte die FIA viele Fliegen mit einer Klappe schlagen. Schnellere Autos? Der Boden wird so gestaltet, dass der Diffusor bereits weit vor der Hinterachse beginnt. So wird deutlich mehr Abtrieb über den Unterboden erzielt. Überholen? Die Standard-Crashstruktur vorne schränkt den Spielraum an Nasen ein. Damit bekommt der Frontflügel weniger Bedeutung. Das Hinterherfahren wird einfach. Wenn dann noch mehr Grip von breiteren Reifen dazukommt, gäbe es mehr Ausbremsmanöver.

Technische Freiheit? Die Ingenieure dürften sich auf der Oberfläche des Autos austoben. Dort soll es mehr Freiheit geben, so dass sich die Autos wieder deutlicher voneinander unterscheiden. Die Kosten? Ein einheitlicher Unterboden spart hunderte von Windkanalstunden. Und macht in zwei oder drei Jahren den Windkanal überflüssig, weil dann CFD-Simulation völlig ausreicht. Das Auto müsste nicht für jede neue Aerodynamikkonfiguration in allen erdenklichen Bodenfreiheiten und Seitenneigungen angeblasen werden.

Ein engeres Feld? Wenn sich der aerodynamische Unterschied auf die Oberflächen beschränken, sind die Zeitgewinne nicht mehr so groß. Die reichen Teams haben immer noch eine Spielwiese sich vom Mittelfeld abzusetzen, doch die Unterschiede sind geringer. Ein kleines Team kann aber mit guter Windkanalarbeit den Großen hin und wieder ein Bein stellen.

Was halten Sie von dem Vorschlag, der von einem Team aus dem Mittelfeld kommt? Hält die Ideee, was sie verspricht? Schreiben Sie uns.

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