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Neuer alter Motor für Hülkenberg

Wer wechselt noch vor Abu Dhabi?

Nico Hülkenberg - GP USA 2014 Foto: xpb 28 Bilder

Alle 18 Fahrer im Feld haben ihre 5 Motoren mindestens ein Mal eingesetzt. Wer 2 Rennen vor Schluss absehen kann, dass er noch eine sechste Antriebs-Komponente braucht, muss es in Sao Paulo machen. Mit doppelten Punkten in Abu Dhabi tun Startplatz-Strafen doppelt weh.

06.11.2014 Michael Schmidt

Kein Fahrer im Feld hat noch einen frischen Motor in der Hinterhand. Keiner eine neue MGU-K, eine neue MGU-H oder einen neuen Turbo. Alle haben alle fünf Einheiten bereits ein Mal in das Auto eingebaut. Bei der Batterie haben 12 der 18 Fahrer zwei Rennen vor Schluss noch Luft nach oben. Sie befinden sich erst in der vierten Stufe. Felipe Massa ist mit bislang drei Energiespeichern in 17 Rennen der sparsamste. Bei den Steuereinheiten liegen neun Fahrer unter Plan.

Mit Sebastian Vettel, Pastor Maldonado, Daniil Kvyat und Jean-Eric Vergne haben bereits vier Fahrer Startplatz-Strafen kassiert. Allesamt Piloten mit Renault-Motor. Doch nur Vettel schaffte es, eine komplette Antriebseinheit zu tauschen und dafür aus der Boxengasse starten zu müssen. Weil er von den 6 Antriebs-Komponenten mit allen Bausteinen am Limit war. Fernando Alonso und Kimi Räikkönen könnten das gleiche tun. Wenn sie es wollen.

MGU-K-Welle schlägt Loch in Hülkenberg-Motor

Wenn Ferrari diese Option nutzt, dann muss das beim GP Brasilien passieren. Denn beim letzten Rennen in Abu Dhabi will wegen der doppelten Punkte keiner Startplätze herschenken. Das gleiche gilt für die Fahrer, die mit einer der sechs Komponenten von der Laufzeit her auf der Kippe stehen. Besser jetzt oder nie. Vergne ist so ein Kandidat. Auch für Grosjean könnte das Finale zur Zitterpartie werden.

Nico Hülkenberg stand ebenfalls im Verdacht zu den Opfern zu zählen. Der fünfte Motor wurde in Austin irreparabel beschädigt. Die Antriebswelle der MGU-K brach und schlug auf der linken Seite ein Loch in den Motorblock. Besagte Welle ist das höchstbelastete Teil im Antrieb.

Mercedes darf unter Aufsicht der FIA die alten Motoren von Force India mit der neuesten Entwicklung ausrüsten. Das fällt unter Standfestigkeits-Maßnahmen. Ferrari und Renault hatten ähnliche Probleme. Die Wellen werden mittlerweile aus Spezialstahl gefertigt und zählen zu den teuersten Ersatzteilen im ganzen Auto.

Überraschend ist, dass Mercedes Hülkenberg nun doch mit einem der alten Motoren antreten lässt. Ursprünglich hieß es, dass diese Triebwerke am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und zur Not mit stark gedrosselter Power betrieben werden müssen. Mit der neuen Welle gibt es offenbar keine Bedenken mehr.

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