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Qualifikation und Rennen an einem Tag

Früh aufstehen am Suzuka-Sonntag

Sauber Schiffchen Regen Foto: xpb 28 Bilder

Zum zweiten Mal in 61 Jahren Formel 1 finden Qualifikation und Rennen am gleichen Tag statt. Trotz des gedrängten Zeitplans müssen sich die Teams und die Fahrer kaum umstellen. Trotzdem wird der Sonntag beim GP Japan nicht für alle zum "business as usual".

09.10.2010 Michael Schmidt

Die Absage der Qualifikation zum GP Japan stellt den Zeitplan für den Rest des Wochenendes auf den Kopf. Die mit Beginn des ursprünglich vorgesehenen Abschlusstrainings in Kraft tretenden Parc fermé-Bedingungen wurden wieder aufgehoben. Damit dürfen die Mechaniker in der Nacht von Samstag zu Sonntag noch an ihren Autos arbeiten.

Nützlich ist das nur für McLaren, wo der frisch aus London eingetroffene Heckflügel für Lewis Hamilton in Eile auf das Auto geschraubt worden war. Jetzt hat das Team  Zeit, die Notoperation an Hamiltons Auto noch einmal zu überprüfen. Der neue Parc fermé beginnt mit der neu angesetzten Qualifikation am Sonntagmorgen um zehn Uhr.

Erstes Briefing um 7.30 Uhr

Für die Teams ändert sich trotz des gedrängten Zeitplans am Renntag zunächst wenig. Das Briefing vor dem Abschlusstraining beginnt um 7.30 Uhr. Die Nachbesprechung der Techniker und Fahrer am Ende der Qualifikation wird mit dem Taktikbriefing für das Rennen zusammengelegt. "Der Sonntag wird ein langer Tag für alle", blickt Sauber-Teammanager Beat Zehnder einen Tag voraus.

Probleme kann es nur geben, wenn einer der Fahrer bei einem Unfall im Training sein Chassis zerstört. Die Mechaniker hätten dann nur vier Stunden Zeit, um aus einer Ersatz-Karbonröhre ein neues Auto aufzubauen. "Wenn das Heck bei dem Unfall intakt bliebe und man die komplette Motor- und Getriebeeinheit übernehmen könnte, dann würde es gehen. Ist alles zerstört, dann wird es unheimlich knapp", fürchtet Zehnder.

Barrichello: "Nicht negativ denken"

Die Fahrer machen sich keine Gedanken über die Doppelbelastung am Sonntag. "Wenn du darin ein Problem siehst, hast du schon ein Problem", doziert Veteran Rubens Barrichello. Der Brasilianer will sich auch nicht mit dem Gedanken belasten, dass er bei zuviel Risiko im Kampf um die Startplätze einen Unfall produzieren könnte, bei dem das Chassis beschädigt wird.

"Du darfst nie negativ denken. Wenn es passiert, dann müssen die Mechaniker eben zaubern." Gibt es wirklich keinen Unterschied im Vergleich zu einem normalen Ablauf? "Ich gehe heute eine Stunde früher ins Bett, weil es morgen früher losgeht", antwortet Barrichello trocken.

Barrichello hofft nicht auf Quali-Komplettausfall

Der dienstälteste Formel 1-Pilot kennt das Szenario bereits von 2004. "Damals war es viel schlimmer, weil es noch das Einzelzeitfahren gab", erinnert sich Barrichello. "Die Reihenfolge für dieses Einzelzeitfahren bestimmte der WM-Stand. Am Anfang war die Strecke noch grün und feucht. Wer da fahren musste, hatte einen klaren Nachteil. Da ist der heutige Qualifikationsmodus deutlich fairer."

Immerhin ist der Williams-Pilot mit seiner Startnummer neun gut für den Fall gerüstet, dass die Qualifikation überhaupt nicht stattfindet. Er stünde dann in der fünften Startreihe. Barrichello protestiert: "Ich glaube, dass ich bei einem regulären Training weiter vorne landen kann."

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