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Neuer Massa-Ersatz

Kommt Fisichella für Badoer?

Luca Badoer Foto: Daniel Reinhard 60 Bilder

Luca Badoer hat bei Ferrari viele Freunde. Das Debüt des Italieners wird trotz Platz 17 schöngeredet. In Spa werde man sehen, was Badoer wirklich kann. Gerüchte wollen wissen, dass danach Giancarlo Fisichella als Ablöse bereitsteht.

24.08.2009

Luca Badoer konnte einem Leid tun. Sein 50. Grand Prix nach 167 Rennen Pause war sein schwerster: Letzter Startplatz, zwei Dreher, ein missglückter Boxenstopp, eine Durchfahrtsstrafe wegen Berührens der weißen Linie, Rang 17 im Endklassement. Dem Ersatz von Felipe Massa blieb nichts erspart.

"Valencia ist für einen Neuling die härteste Strecke", entschuldigten die Ingenieure Badoers vorsichtige Fahrt am Ende des Feldes. "Alles war neu für Luca. Er wollte nichts kaputtmachen. Jeder Unfall hätte ihn Fahrzeit gekostet, und die braucht er dringender als jeder andere." Prognose: "In Spa wird er viel besser aussehen. Da kennt er sich aus."

Fisichella soll von Force India zu Ferrari wechseln
 
Doch was passiert, wenn Badoer auch in Spa die rote Laterne trägt? Kommen dann Nelson Piquet oder Sebastien Bourdais? "Die hätten uns in Valencia auch keine Punkte gebracht", heißt es im Ferrari-Camp provokativ. Die Gerüchteküche im Fahrerlager kocht eine andere Version: Giancarlo Fisichella soll von Force India zu Ferrari bugsiert werden. Der Römer bewirbt sich angeblich sowieso um einen Testfahrerposten in Maranello. Dafür könnte Vitantonio Liuzzi den zweiten Force India fahren.
 
Wieder wird bei Ferrari verglichen. "Badoer war in seiner schnellsten Rennrunde nur eine halbe Sekunde langsamer als Fisichella. Das ist kein Grund, ihn ins Spiel zu bringen." Das kann sich schnell ändern. Sollte Badoer weiter hinterherfahren, wird die Presse in Italien von Ferrari eine andere Lösung verlangen: Michael Schumacher.

Schumacher Comeback weiterhin nicht realistisch
 
Doch wer immer noch an einen zweiten Comebackversuch des Rekordsiegers glaubt, ist ein Träumer. Wie inzwischen durchgesickert ist, waren bei Schumachers Mugello-Test nicht die Fliehkräfte in den Kurven das große Problem, sondern die Erschütterungen auf Bodenwellen und die Stauchungen des Nackens beim Bremsen. Schumacher hatte offenbar nicht nur mit Schmerzen zu kämpfen. Ihm soll teilweise schwarz vor Augen geworden sein, und er hatte deshalb Mühe, die Strecke genau zu erkennen und sich zu konzentrieren.
 
Jetzt stricken die Romantiker bereits die Theorie, dass er 2010 zurückkehren könnte. Doch wo bitte, soll er da fahren? Ferrari besitzt mit Massa, Räikkönen und Alonso ein Überangebot an Fahrern. Und Luca di Montezemolos Einwand, Schumacher könne ja einen dritten Ferrari pilotieren, ist eine Stammtisch-Parole. Wenn alle Teams antreten, stehen im nächsten Jahr wenigstens 24 Autos am Start. Warum sollte man ausgerechnet Ferrari ein drittes Auto genehmigen?
 
Michael Schumachers abgesagtes Comeback wirft außerdem Fragen auf. Sein Arzt Dr. Johannes Peil erklärte bei der Pressekonferenz in Genf, dass der Renneinsatz nicht nur wegen der Nackenschmerzen abgesagt werden musste, sondern weil zu befürchten ist, dass ein Unfall bei dem immer noch instabilen Halswirbelbereich ernsthafte Folgen haben könne. Schumachers Verletzungen von dem Motorrad-Sturz am 11. Februar (Schädelbasisbruch, Fraktur des siebten Halswirbels, Beschädigung der Arterie, Rippenbruch) waren bekannt. Der Ausheilungsgrad auch.

Eigentlich hätte man bereits vor dem Test mit dem Ferrari F2007 in Mugello eine Computertomografie durchführen müssen, um jedes Risiko im Falle eines Unfalls auszuschließen. Schumacher ging dieses Risiko ein. So wichtig war ihm die Rückkehr. Jetzt, wo er die Befunde nach der Testfahrt kennt, wird er vorsichtiger sein. Schumacher wird vielleicht nie mehr in der Lage sein, ein Formel 1-Auto unter Wettbewerbsbedingungen zu fahren. Verdächtig ist, dass die Verletzungen ein halbes Jahr nach dem Sturz immer noch nicht richtig ausgeheilt sind. Mika Häkkinen erlitt bei seinem Unfall 1995 in Adelaide einen Schädelbasisbruch. Vier Monate später fuhr er seinen nächsten Grand Prix.

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