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Opposition gegen neuen Quali-Modus

Teams verlangen weitere Abstimmung

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1-Test - Barcelona - 19. Februar 2015 Foto: sutton-images.com

Der neue Qualifikationsmodus beschäftigt die Formel 1. Er muss noch vom Weltrat abgesegnet werden. Ferrari glaubt jedoch, man könne das System noch einmal in der Strategiegruppe und der Formel 1-Kommission auf den Prüfstand stellen. Weil der Präsident plötzlich gegen das neue K.O.-System ist.

02.03.2016 Michael Schmidt

So langsam macht sich die Formel 1 lächerlich. Weil die eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Ferrari-Rennleiter Maurizio Arrivabene stimmte in der Formel 1-Kommission für den neuen Qualifikationsmodus, bei dem alle 90 Sekunden der letzte rausfliegt. Einstimmigkeit war die Voraussetzung für eine Regeländerung, die schon 2016 greift. Eine Woche später sagt Präsident Sergio Marchionne beim Autosalon in Genf, dass er gegen das verschärfte Quali-System stimmen wird.

Das kann er aber gar nicht mehr. Eine einmal getroffene Entscheidung ist nicht mehr rückgängig zu machen. Jetzt entscheidet nur noch der FIA Weltrat. Es gibt für Ferrari nur einen Weg, das neue K.O.-System zu verhindern. Sollte der Qualifikationsmodus nicht in Melbourne eingeführt werden, dann muss es eine neue Abstimmung durch alle Entscheidungsgremien geben. Weil die Regeländerung dann erst in der Saison stattfindet. Das wären neue Voraussetzungen.

Abstimmung nur über Änderung der Änderung beim Quali-Modus

Als Bernie Ecclestone eine Verschiebung bis zum GP Spanien ankündigte, schien dieser Fall einzutreten. Doch dann hat Ecclestone nach Informationen von auto motor und sport der FIA versprochen, dass die Software für die Zeitnahme bis zum Saisonstart entsprechend geändert werden kann. Doch jetzt sehen einige Teams einen neuen Winkelzug, die Qualifikation doch noch zu kippen.

In einem Gespräch zwischen FIA-Rennleiter Charlie Whiting und den Teammanagern kamen Anpassungen an den von der FIA letzte Woche präsentierten Modus auf den Tisch. Die Teammanager schlugen vor, das Q3 so zu belassen wie es ist. Q1 und Q2 sollen nach exakt identischen Regeln ablaufen, um die Zuschauer nicht zu verwirren. McLaren-Teamchef Eric Boullier meint daraufhin: "Das wäre eine weitere Änderung der Regeln. Die müsste wieder durch die Strategiegruppe und die Formel 1-Kommission gehen."

Doch das einzige, worüber die Teamchefs dann abstimmen könnten, wäre die Änderung der Änderung. Es ist keine Hintertür, den Modus komplett zu kippen. Zumal der Wunsch, das neue System noch einmal zu modifizieren, nicht von der FIA kommt, sondern von den Teammanagern. Die FIA kann jederzeit wieder zum ursprünglichen Modus zurückkehren.

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