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Keine Verbesserung bei Zeit und Topspeed

Neuer Renault-Motor ist Enttäuschung

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Brasilien- 13. November 2015 Foto: xpb 36 Bilder

Die Red Bull-Piloten Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo starten von den Plätzen 7 und 19 in den GP Brasilien. Der neue Renault-Motor war eine Enttäuschung. Ricciardos Startplatz-Opfer brachte nicht mehr Rundenzeit und nicht mehr Topspeed.

14.11.2015 Michael Schmidt

Die Renault-Ingenieure ließen die Köpfe hängen. Das Experiment mit dem Motoren-Upgrade war ein Schlag ins Wasser. Daniel Ricciardos Trainingszeit lag um 0,095 Sekunden über der seines Teamkollegen Daniil Kvyat. Der Australier hatte den halbneuen Renault-Motor an Bord, sein russischer Kollege das Standard-Modell. "Der neue Motor brachte leider keine Rundenzeit. Ich habe die zehn Startplätze für den Motorwechsel umsonst geopfert", bedauerte Ricciardo.

Sogar ein Nachteil?

Möglicherweise war der Motor sogar ein Nachteil. Bei allen vier Geschwindigkeitsmessungen lag Kvyat vor Ricciardo. Der WM-Dritte des Vorjahres nahm es locker. Diese Saison ist einfach verkorkst. Da muss man vielleicht schon auf die nächste Saison blicken. "Renault muss zurück an den Zeichentisch. Wir haben jetzt wenigstens ein paar Daten und Erkenntnisse und werden aus dem Einsatz lernen. Das wird Renault bei der Arbeit über den Winter helfen. Sie wissen jetzt, welchen Weg sie nicht gehen müssen."

Ricciardo kann sich auch nicht vorstellen, dass der Motor im Rennen seine erhofften Qualitäten ausspielt. Er nimmt dabei Bezug auf die Abgabe der elektrischen Leistung und den Spritverbrauch. Ricciardo hat auch nichts davon gehört, dass Renault in Abu Dhabi mit dem neuen Turbolader auftaucht, der für Brasilien nicht die Rennfreigabe erhalten hatte. "Ich weiß nichts von solchen Plänen."

Chassis kann Speed-Verlust auf Gerade nicht kompensieren

Diesmal reichten die Qualitäten des Red Bull-Chassis nicht aus, das Tempo-Defizit auf der Geraden zu kompensieren. Kvyat und Ricciardo waren im kurvenreichen Sektor 2 hinter Mercedes und Ferrari die dritte Kraft. Dafür kamen sie im dritten Sektor nicht über Mittelfeldplätze hinaus. Teamberater Helmut Marko fürchtet, dass sich im Rennen ein ähnliches Bild ergibt. Es sei denn, es regnet. "Doch der Regen ist leider weit und breit nicht zu sehen. Und wenn er kommt, ist schon alles vorbei."

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