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Neues Auto für McLaren

Grünes Licht für Kurznase nach Papierkrieg

McLaren-Nase Foto: Michael Schmidt 97 Bilder

Ein Training lang traten die McLaren-Honda von Fernando Alonso und Jenson Button im gewohnten Look an. Also mit der langen Nase. Im zweiten Training rollte Alonso mit einem ganz anderen McLaren aus der Garage. Nicht nur die Nase ist neu.

19.06.2015 Michael Schmidt

Während Honda sich weiter auf Fehlersuche befindet und die nächste Ausbaustufe für mehr Leistung auf Ende Juli verschiebt, schaltet McLaren voll auf Angriff. Der MP4-30 vollzog zwischen dem ersten und zweiten Training zum GP Österreich eine wundersame Wandlung. Um 14 Uhr rollte ein völlig neues Auto auf die Strecke.

Am Morgen sahen die McLaren noch so aus wie immer. Mit der alten langen Nase. Die kurze Version blieb im Transporter. In der Mittagspause verschwand FIA-Technikkommissar Jo Bauer mit einem Bündel von Papieren in der McLaren-Box. Es ging um den Crashtest mit der kurzen Nase. "Wir müssen noch Papierkram erledigen, bevor wir sie einsetzen dürfen", drückte sich Teamchef Eric Boullier vorsichtig aus.

In Silverstone noch ein neues Chassis

Worum ging es? Offenbar war die kurze Nase am Freitag des Kanada-Grand Prix mit einem anderen Chassistyp getestet worden, als den Karbonröhren, die am Rennwochenende zum Einsatz kommen. Der Fahrerlagerfunk flüstert sich etwas von einem Leichtgewichtchassis zu, das McLaren in Silverstone einsetzen will. McLaren musste nun nachweisen, dass man den Crashtest auch mit dem aktuellen schwereren Monocoque geschafft hätte.

Die neue Nase verleiht dem MP4-30 ein anderes Gesicht. "Es ist ein neues Auto", bekräftigt Boullier. "Das einzige, das wir nicht geändert haben, sind die Seitenkästen.“ Dann zählt er die Teile auf, die neu sind: Frontflügel, Heckflügel, Unterboden, Diffusor, Leitbleche, Motorabdeckung.“ In Silverstone geht es weiter. Dann kommen auch noch neue Rückspiel und das leichtere Chassis dazu. Dass der runderneuerte McLaren wegen des Wechsels auf den fünften Motor seine Premiere aus der letzten Startreihe feiert, ist laut Boullier kein Beinbruch: "Auf dem Red Bull-Ring können wir uns die Startplatzstrafe am ehesten leisten."

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