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Neuer Quali-Modus schon in Melbourne

Neues Qualifying kommt für Australien

Hamilton - GP Ausralien 2016 Foto: xpb 47 Bilder

Das neue Qualifikationssystem kommt nun doch schon beim GP Australien. Es wurde vom FIA-Weltrat am Freitag in Genf so verabschiedet, wie es durch die Strategiegruppe und F1-Kommission ging. Auch Q3 findet also nach dem neuen Modus statt.

03/04/2016 Michael Schmidt

Das neue K.O.-System in der Qualifikation kommt. Und es kommt schon in Melbourne. Auch wenn Bernie Ecclestone vor einer Woche noch angekündigt hatte, dass die Einführung der neuen Qualifikation, bei der alle 90 Sekunden ein Fahrer eliminiert wird, auf den GP Spanien verschoben werden muss. Der Formel 1-Chef führte Probleme an, die Software der Zeitnahme rechtzeitig umzuschreiben. Doch in der Zwischenzeit hat die FOM der FIA versichert, dass man den notwendigen Algorithmus geschrieben bekommt.

Neues Qualifying mit altem Q3-Modus

Es kann also losgehen. Wie am Freitag (4.3.2016) durchsickerte sogar in seiner ursprünglich geplanten Form, wie sie von der Strategiegruppe und Formel 1-Kommission durchgewunken wurde. Heißt: In allen drei Qualifikationsabschnitten fliegen nach einer bestimmten Zeit Fahrer raus. Vor zwei Tagen noch sah es nach einer leicht modifizierten Version aus. Nach einer Sitzung zwischen FIA-Rennleiter Charlie Whiting und den Teammanagern wurden 2 Dinge vereinbart. Q1 und Q2 sollten angepasst werden.

Das Finale mit den besten 8 Fahrern sollte aber nach dem alten System gefahren. Also alle auf einmal für 12 Minuten ohne eine Zeitschranke. Man hatte Angst, dass sonst in der entscheidenden Sitzung zu wenig gefahren würde. Der neue Modus zwingt nämlich auch die Top-Teams dazu, im Q1 mit der weichsten Mischung anzutreten. Sie haben dann unter Umständen im Q3 nicht mehr genug Reifen, um wenigstens 2 Mal auf die Strecke zu gehen.

Im Weltrat reicht eine einfache Mehrheit

Doch am letzten Tag der Wintertestfahrten kam es zur nächsten Wende. Der FIA-Weltrat tagte in Genf und segnete das neue Qualifikationsformat in seiner ersten Version ab. Der Grund: Die oberste Regelbehörde kann nur über Formate abstimmen, die ihr von der Formel 1-Kommission vorgelegt werden. Nicht aber über Vorschläge, die in einem Kreis von Teammanagern ausgemacht wurden.

Die Drohung von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne, dass er dem neuen Modus nicht zustimmen werde, war nur heiße Luft. Teamchef Maurizio Arrivabene hatte bei der Abstimmung in der F1-Kommission sein Ja-Wort gegeben.

Man kann eine einmal getroffene Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Ferrari hat zwar einen Sitz im Weltrat und Marchionne hätte am Freitag dort mit Nein stimmen können, doch im letzten Entscheidungsgremium reicht eine einfache Mehrheit.

Die von den Teammanagern vorgeschlagene Modifikation ist noch nicht endgültig vom Tisch. Wenn sich alle Teams einig sind, könnte sie über ein Fax-Votum immer noch abgesegnet werden. Für die Änderung von der Änderung ist aber wieder der Gang durch die Gremien und eine Abstimmung in der Formel 1-Kommision notwendig.

So sieht das neue Quali-Format aus:

Q1:

  • 16 Minuten Länge
  • nach 7 Minuten: langsamster Fahrer eliminiert
  • in Folge: alle 90 Sekunden weiteres Ausscheiden des jeweils langsamsten Piloten
  • insgesamt scheiden 7 Fahrer aus

Q2:

  • 15 Minuten Länge
  • nach 6 Minuten: langsamster Fahrer eliminiert
  • in Folge: alle 90 Sekunden weiteres Ausscheiden des jeweils langsamsten Piloten
  • insgesamt 7 Fahrer scheiden aus

Q3:

  • 8 Fahrer im letzten Abschnitt
  • 14 Minuten Länge
  • nach 5 Minuten: langsamster Fahrer eliminiert
  • in Folge: alle 90 Sekunden weiteres Ausscheiden des jeweils langsamsten Piloten
  • letzte 90 Sekunden: zwei Piloten übrig, die um die Pole kämpfen
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