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Neues Super-Lizenz-System

Schumi nicht qualifiziert genug für F1

Start - Formel 1 - GP Brasilien 2014 Foto: Pirelli 153 Bilder

Die FIA hat neue Regeln für den Erhalt der Super-Lizenz aufgestellt. Nur wer in Nachwuchsklassen genügend Punkte sammelt, bekommt die Formel 1-Fahrerlaubnis. Die Einstiegshürde wird dadurch deutlich angehoben.

07.01.2015 Tobias Grüner

Die FIA hatte schon nach der Weltratsitzung Anfang Dezember in Doha die Kriterien für die Super Lizenz verschärft. Für Formel 1-Einsteiger galt danach ab der Saison 2016 ein Mindestalter von 18 Jahren. Dazu müssen die Neulinge zuvor mindestens 2 Jahre in kleineren Formel-Klassen absolviert haben. Unerfahrene Debütanten, wie den erst 17-jährigen Toro Rosso-Piloten Max Verstappen, wird es in Zukunft also nicht mehr geben.

Damit war aber noch nicht Schluss. In der Winterpause haben sich die FIA-Verantwortlichen weitere Hürden für Nachwuchspiloten einfallen lassen. Es reicht in Zukunft nicht aus, einfach nur Kilometer in den unteren Kategorien abzuspulen. Auch auf die Leistungen und Erfolge kommt es künftig an. Der Weltverband hat ein Punkteschema erstellt, mit der die Qualifikation für die Super Lizenz künftig ermittelt werden soll.

Formel 1-Super Lizenz mit 40 Punkten

Die Regeln sind einfach: Wer 40 Punkte gesammelt hat, darf in der Formel 1 fahren. Das Kuriose dabei: Die meisten Punkte gibt es für einen Sieg in der FIA Formel 2-Meisterschaft, die sich aktuell noch in der Planung befindet. Der Meister dieser Zukunftsserie erhält alleine 60 Zähler. Selbst ein Dritter Platz würde hier noch für die F1-Fahrerlaubnis ausreichen.

In der GP2-Serie würden sich der Champion und der Vizemeister direkt qualifizieren. In der Formel 3 EM, der Langstrecken-WM (LMP1) und der IndyCar-Serie bekommen nur die Meister die benötigten 40 Punkte auf einen Schlag. Ein Titel in der Formel Renault 3.5 oder der GP3 reicht dagegen alleine nicht aus (siehe Tabelle unten). Kritiker werfen der FIA vor, ihre eigenen Rennserien mit dem neuen System zu bevorteilen.

Mit den verschärften Kriterien wird es in Zukunft für junge Nachwuchsfahrer deutlich schwerer, in die Königsklasse zu gelangen. Auch für Quereinsteiger und Paydriver wurden die Hürden erhöht. Es reicht in Zukunft nicht mehr aus, einfach einen dicken Scheck bei den Teams zu deponieren. Ohne gewisse Erfolge in anderen Kategorien bleibt der Zutritt zur Formel 1 verwehrt.

Schumacher-Comeback nur mit Ausnahme-Genehmigung

Interessant ist der Blick auf das aktuelle Fahrerfeld: Nico Hülkenberg wäre dank seiner Titel in der Formel 3 und der GP2 mit 110 Punkten überqualifiziert gewesen. Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo wäre der Einstieg dagegen 2011 verwehrt geblieben. Auch Kimi Räikkönen oder Jenson Button hätten nach den neuen Regeln nicht so schnell den Weg in die Formel 1 gefunden. Da ein DTM-Titel gar nichts zählt, hätte Ex-Force India-Pilot Paul di Resta ebenfalls keine Super Lizenz bekommen.

Auch Fahrer, die nach einer Pause ein Comeback feiern, haben es in Zukunft deutlich schwerer. Wer automatisch eine Super Lizenz bekommen will, muss mindestens 5 Grand Prix-Rennen im Vorjahr vorweisen können - oder 15 Rennen in den 3 Jahren zuvor. Michael Schumacher kam 2010 nach einer dreijährigen Pause zu Mercedes zurück. Theoretisch wäre der Rekordchampion damit nicht für die Super Lizenz qualifiziert gewesen.

SeriePlatz 1Platz 2Platz 3Platz 4Platz 5
FIA Formel 26050403020
GP25040302010
Formel 3 EM403020108
FIA WEC (LMP1)403020108
US-Indy Car403020108
GP3302015107
Formel Renault 3.5302015107
Super Formula (Japan)20151075
Formel 4 (national)107521
Formel 3 (national)107521
Formel Renault Euro53100
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