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Neuland Mugello

Vettel vor seiner Jungfernfahrt

Mark Webber Mugello Test 2012 Foto: xpb 107 Bilder

Für viele Fahrer ist Mugello eine neue Rennstrecke. Auch Weltmeister Sebastian Vettel kennt sie nicht. Die Teams kamen auf Wunsch von Ferrari in die Toskana. Einige wären lieber in Barcelona gefahren.

01.05.2012 Michael Schmidt

Erster Testtag in Mugello. Die Zuschauerplätze rund um die 5,245 Kilometer lange Strecke von Mugello haben sich gut gefüllt. 25.000 Tickets sollen verkauft worden sein. Deutlich mehr als zuletzt beim GP Bahrain. Für viele Fahrer ist die wunderbare Naturarena Neuland. Auch für Sebastian Vettel.

Mugello zu schnell zum Testen?

Der Weltmeister traf am Montagabend in Mugello ein. "Ich bin zum ersten Mal hier. Am Nachmittag werde ich mir mal aus der Zuschauerperspektive einige Streckenteile anschauen." Teamkollege Mark Webber feierte nach 14 Jahren ein Wiedersehen mit dem Kurs in der Toskana. "Ich war mal mit einem Sportwagen und einem GT-Auto hier", erzählt der Australier. Kamui Kobayashi kennt die Strecke aus der Formel 3, Daniel Ricciardo aus der Formel Renault. Der Australier fuhr 2007 die italienische Meisterschaft.

Webber zweifelt, ob Mugello die ideale Rennstrecke für einen Formel 1-Test ist. "Sie ist ein bisschen zu schnell." Der inoffizielle Rundenrekord von Rubens Barrichello mit 1.18,702 Minuten entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 239,911 km/h. Damit wäre Mugello im Formel 1-Kalender die Nummer zwei hinter Monza. Ganz so schnell geht es noch nicht. Fernando Alonso fuhr am ersten Tag mit 1:22.444 Minuten auf Platz eins. Da fehlen noch 3,7 Sekunden auf Barrichellos Rekord.

Ferrari setzt auf Heimvorteil

Die Teams haben sich für Mugello als vierten Testort nach Jerez und zwei Mal Barcelona entschieden, weil es Ferrari so wollte. Von Maranello bis nach Mugello sind es ungefähr 80 Kilometer. Das liegt vor der Haustür. Ferrari hatte den anderen Teams letztes Jahr angeblich gedroht aus der FOTA auszusteigen, falls man sich für Barcelona statt für Mugello entscheide. Der Austritt ist dann trotzdem erfolgt, allerdings aus anderen Gründen.

Von der Logistik her hätte Barcelona mehr Sinn ergeben. Dort findet in zehn Tagen der GP Spanien statt. Man hätte das Material gleich vor Ort lassen können. Als Köder für Mugello wird den anderen Teams die Streckenmiete erlassen. Kein Problem, die Strecke gehört ja zum Ferrari-Imperium. Ein Testtag in Barcelona kostet rund 8.000 Euro. In Mugello müssen die Teams nur für Streckenposten, das medizinische Personal und die Bereitstellung des Rettungshubschraubers bezahlen.

Auch ohne den Anteil Streckenmiete ist der Formel 1-Test keine günstige Angelegenheit. Vor allem Fracht, Transport und die Unterbringung des Personals sorgen für eine dicke Testrechnung. Für ein Mittelfeld-Team mit 40 Mann Personal schlagen die drei Testtage in Italien mit rund 80.000 Euro zu Buche. Wer wie Red Bull fast das doppelte Personal mitnimmt, muss 120.000 Euro berappen.

Rosberg ist von Mugello begeistert

Nico Rosberg ist wie Sebastian Vettel Mugello-Neuling. Er hatte die ersten 49 Runden auf der anspruchsvollen Strecke bereits am Vormittag hinter sich. "Der Hammer", urteilte Rosberg. "Ich vergebe auf der Skala von 1 bis 10 eine Note von 8,5." Kollege Michael Schumacher dagegen kennt Mugello als ehemaliger Ferrari-Pilot wie seine Westentasche. 

Und Kimi Räikkönen wird ebenfalls gerne nach Mugello zurückkehren. Hier begann im Herbst 2000 seine Formel 1-Karriere. Der damals völlig unbekannte Finne testete für Sauber und überzeugte auf Anhieb derart, dass er einen Vertrag bekam. Dabei hatte er zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal eine Superlizenz.

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