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Heidfeld Geheimnis

So hat Heidfeld acht Plätze gutgemacht

Nick Heidfeld Foto: xpb 53 Bilder

Nick Heidfeld hat nach einem verkorksten Training im Rennen zum GP England acht Plätze gut gemacht. Das Geheimnis des großen Sprungs lag im Timing des ersten Boxenstopps und in seiner Zweistoppstrategie.

11.07.2011 Michael Schmidt

Achte Plätze sind nicht das Ergebnis, von dem Nick Heidfeld träumt, doch beim GP England waren die vier Punkte fast so wertvoll wie ein Podestplatz. "Wenn du vom 16. Platz startest und im Ziel Achter bist, dann ist das eine sehr gute Leistung."

Fehlersuche bei Renault

Nach dem Training hatte der Mönchengladbacher sich noch den Kopf zermartert, was ihn in der Startaufstellung so weit zurückgeworfen hatte. Waren es die neuen restriktiven Auspuffregeln, die dem Renault R31 vielleicht mehr geschadet haben als den anderen Autos? War es das falsche Setup, weil man zu viel Zeit mit einem neuen Heckflügel verschwendet hatte, der einfach nicht funktionieren wollte? Oder doch das Loch im vorderen Bereich des Unterbodens, das am Diffusor für Strömungsabriss sorgte?

Heidfeld war selbst am Renntag noch etwas ratlos. "Wir haben ein paar Ideen, aber keine Antworten. Wenigstens durften wir den Unterboden reparieren. Es bleibt mir nichts anderes übrig als das Beste zu hoffen und zu probieren, was geht."

Guter Start als Grundlage für Aufholjagd

Das Blatt begann sich mit einem guten Start zu wenden. Der 16. des Trainings lag nach einer Runde schon auf Rang 14. Dort blieb Heidfeld bis zu seinem ersten Boxenstopp. "Beim Start ging es ziemlich eng her. Ich bin froh, dass ich da ohne Feindberührung durchgekommen bin."

Entscheidend war das Timing des ersten Boxenstopps. Bei der Frage, wann man am besten von Intermediates auf Slicks wechseln sollte, konnte man wenig richtig und viel falsch machen. Heidfeld riskierte und gewann. Er war in Runde zehn der erste, der freiwillig auf Slicks umrüstete. Michael Schumacher war zwar schon einen Umlauf früher dran, aber nur weil er sich nach seiner Karambolage mit Kamui Kobayashi eine neue Nase abholen musste.

Heidfeld wechselt früh auf Slicks

Schumachers Wechsel auf Slicks spielte dann aber auch bei Heidfeld eine Rolle. "Die Box hatte mich schon ein paar Runden vorher gefragt, ob es mit Slicks schon geht, aber ich habe abgeraten. Als Michael gewechselt hat, haben wir genau auf seine Zwischenzeiten aufgepasst. Die Strecke war jetzt in einem Zustand, wo man es wagen konnte. Michaels gute Sektorenzeiten haben dann den Ausschlag gegeben." Trotzdem waren die ersten Runden auf Slicks ein Eiertanz: "Speziell in Kurve 6 war es noch extrem nass. Es war schwierig einzuschätzen, wie spät du da bremsen kannst."

Heidfeld ging mit dem klaren Plan einer Zweistopp-Strategie ins Rennen. Der Verzicht auf einen Stopp brachte ihn in die Punkteränge. Der Renault-Pilot verlor in der Phase, in der seine Konkurrenten frische Reifen aufziehen ließen trotz seiner bereits stark abgefahrenen Sohlen kaum Zeit. Heidfeld war gezwungen mit den beiden weichen Reifensätze einmal 20 und dann 22 Runden abzuspulen. Kein Kinderspiel, wenn man bedenkt, dass Sebastian Vettels bereits nach 14 Runden begannen dramatisch abzubauen.

Duelle mit Schumi und Sutil

Obwohl Heidfeld immer einen Blick auf die Reifen werfen musste, blieb er in den Duellen mit Adrian Sutil und Michael Schumacher siegreich. "Ich musste beide hinter mir halten ohne die Reifen zu ruinieren. Bei Michael war es haarig, denn seine Reifen waren jünger als meine. Es hat aber riesig Spaß gemacht, weil ich eine gute Balance zwischen attackieren, verteidigen und Reifenschonen finden musste."

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