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Nick Heidfeld

"Habe einen gültigen Vertrag"

Nick Heidfeld Foto: xpb 14 Bilder

Nick Heidfeld ist raus bei Renault. Doch so einfach will sich der Deutsche nicht mit seiner Entlassung abfinden. Die Angelegenheit wird vor Gericht entschieden. "Ich gehe davon aus, dass ich einen gültigen Vertrag habe", erklärte Heidfeld im Fahrerlager von Spa.

25.08.2011 Tobias Grüner

Renault hat sich mit einem neuen Fahrer aus der Sommerpause zurückgemeldet. Zur Überraschung vieler Experten wurde Nick Heidfeld von Bruno Senna ersetzt. Eine Begründung für den Schritt blieb das Team allerdings auch am Donnerstag (25.8.) schuldig. Sportliche Gründe alleine können nicht den Ausschlag gegeben haben. Heidfeld steht in der WM-Wertung zwei Punkte vor Teamkollege Vitaly Petrov.

Streit wird vor Gericht entschieden

Kein Wunder, dass sich der Pilot nicht so einfach vor die Tür setzen lassen will. "Die Angelegenheit sollte in drei Wochen geklärt werden. Dann ist die Hauptverhandlung angesetzt", erklärte der Mönchengladbacher in Spa. Viele verwunderte, warum er überhaupt im Fahrerlager erschien. "Wie gesagt, ich habe einen Vertrag. Ich bin immer noch im Team." Nun müssen die Gerichte in London entscheiden, wie lange er noch im Renault-Dress auftritt.

Am Donnerstagabend veröffentlichte das Heidfeld-Management eine Pressemitteilung, in der sich auch der Anwalt des Formel 1-Pilots äußerte. "Das Team ficht Nicks Position als einer der beiden Stammfahrer offensichtlich aus rein finanziellen Gründen an", erklärte der Kölner Jurist Stefan Seitz.

Heidfeld in Singapur wieder im Cockpit?

Manager Andre Theuerzeit äußerte sich enttäuscht darüber, dass ein anderer Pilot einfach so das Cockpit seines Schützlings übernimmt. "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer fairen Lösung für Nick kommen werden. Wir hoffen alle, dass Nick in Singapur wieder im Auto sitzen wird.

Heidfeld selbst wollte mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht viel zu der Angelegenheit sagen. "Ich bin enttäuscht, dass ich hier in Spa nicht fahren kann", so der Pilot zu seiner Gemütslage. "Ein Rennfahrer will immer Rennen fahren. Deshalb bin ich auch nicht sauer auf Bruno. Er will natürlich auch Rennen fahren."

Senna erst für zwei Rennen bestätigt

Auch der neue Pilot im Cockpit konnte noch nicht viel dazu sagen, wie der Streit zwischen Heidfeld und Renault ausgehen wird. "Die Absicht ist da, dass ich bis zum Ende der Saison fahre. Bisher sind aber nur die nächsten zwei Rennen in Spa und Monza sicher bestätigt", erklärte der Brasilianer.

Angeblich soll der Neffe des großen Ayrton Senna dem Team mit Sponsorengeldern mehr weiterhelfen können als Heidfeld. Erst Anfang August gab Rennstall-Mitbesitzer Genii-Capital eine Zusammenarbeit mit der brasilianischen Investmentgesellschaft WWI bekannt. Zuvor waren Gerüchte kursiert, dass Renault Rechnungen bei Lieferanten nicht rechtzeitig bezahlt hatte.

Senna will auf Petrov-Niveau fahren

Senna will sich von dem ganzen Trubel im Hintergrund nicht ablenken lassen und seine Chance nutzen. "Das wird eine große Herausforderung, mitten in der Saison einzusteigen. Aber ich war immer bei den Meetings der Ingenieure dabei." Der Test in Ungarn habe auch geholfen, so der Pilot. In Budapest hatte der 27-Jährige Heidfeld für ein Freitagstraining ersetzt.

"Es wird ein harter Kampf, um mit den anderen auf einem Level fahren zu können. Aber Spa ist meine absolute Lieblingsstrecke", gibt sich der letztjährige Hispania-Pilot zuversichtlich. Erst im Mai drehte Senna an gleicher Stelle ein paar Demonstrationsrunden. "Jetzt wird es allerdings etwas ernster." Zu seinen Zielen für das Rennwochenende wollte sich der neue Renault-Pilot nicht konkret äußern. "Wenn ich irgendwo in der Nähe von Petrov bin, wäre das schon mal nicht schlecht."

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