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Nick Heidfeld

Positiver Abschluss einer negativen Saison

Foto: BMW F1 9 Bilder

Für Nick Heidfeld geht eine Saison zu Ende, die er in seiner persönlichen Rangliste als "eines meiner schlechtesten Formel 1-Jahre" bezeichnet. In der Schlussbilanz konnte er dem Jahr dennoch etwas Positives abgewinnen.

22.12.2008 Michael Schmidt

Trotz Platz sechs in der WM, trotz 60 Punkten auf dem Konto, trotz vier zweiten Plätzen. "Das Positive daran ist, dass ich einen Weg aus der Krise gefunden habe", fasste der bestplatzierte deutsche Formel 1-Pilot des Jahres 2008 die Saison zusammen.

Heidfeld hat nur noch die nächste Saison im Visier. Es soll eine bessere werden. Wenn BMW seine Marschtabelle weiter so einhält wie bisher, dann müssten Nick Heidfeld und Robert Kubica 2009 um den WM-Titel mitfahren. Doch die Fragezeichen sind groß. Die Totalreform der technischen Rahmenbedingungen kann im Kräfteverhältnis der Teams für Überraschungen sorgen - gute wie böse.

BMW-Sauber: Innovationen für die Saison 2009 2:49 Min.

Vorhersagen sind schwierig

Eine Prognose ist selbst nach den Dezember-Testfahrten nicht möglich. "Wir waren neben Williams das einzige Team, das vorne und hinten mit 2009er Flügeln angetreten ist. Ferrari fuhr mit dem diesjährigen Auto und reduziertem Abtrieb. McLaren hat nur vorne den neuen breiten Flügel probiert. Ich hoffe, dass wir mit unserer Strategie näher an der Realität liegen als die anderen, die einfach mit flacheren Flügeln fahren."

Heidfeld fuhr in der Vorbereitungsphase bei den drei Tests in Barcelona und Jerez hauptsächlich das B-Modell, das bereits mit Flügeln, den Seitenkästen und der Motorabdeckung nach dem nächstjährige Reglement ausgerüstet war. Dazu natürlich die profillosen Slicks, die den Piloten immer noch Rätsel aufgeben. "Es ist noch keine klare Linie erkennbar. In Barcelona hatten wir Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen. Als wir nach Jerez kamen, war es umgekehrt. Da haben vor allem die Hinterreifen stark abgebaut. Im Vergleich zum Vorderreifen ist der Hinterreifen zu schwach", erzählt der 31-jährige Mönchengladbacher.

Im Vergleich zu den Rillenreifen fällt ihm auf: "Auch die Slicks haben ihre Tücken. Die Probleme sind aber anders als bei den Rillenreifen." Zum Beispiel das Körnen. Während sich bei den Rillenreifen die Gummischnipsel auf der Lauffläche nach ein paar Runden abgerubbelt haben, wird man mit den Slicks das Körnen nicht mehr los. "Der Reifen erholt sich nicht mehr."

Wirkung verfehlt

Auch bei der Aerodynamik gibt es noch Fragezeichen. Das Ziel der FIA, die Abtriebswerte um 50 Prozent zu reduzieren, wurde klar verfehlt. Experten gehen jetzt bereits von höchstens 20 Prozent Verlust aus. Die ungewohnten Proportionen mit dem riesigen Frontflügel und dem schmalen Heckflügel sollten eigentlich das Hinterherfahren erleichtern.

Nick Heidfeld konnte das noch nicht beobachten. "Bis jetzt bin ich nur 2008er Autos hinterhergefahren. Die strahlen natürlich stärkere Turbulenzen ab, als die nächstjährigen Fahrzeuge. Im Windschatten von denen konnte ich nicht spüren, dass unser Auto mit dem breiten Frontflügel weniger sensibel reagiert. Die Balance hat sich genauso stark verschoben wie bisher auch."

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