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Formel 1: Heidfeld, Glock & Co. - die Deutschen in Malaysia

Zweimal Schampus für Deutschland

Timo Glock Foto: dpa 55 Bilder

Die fünf deutschen Piloten entkamen der Regenschlacht von Sepang mit unterschiedlichem Erfolg. Zweimal Podium, dreimal Punkte und ein Ausfall lautet die durchwachsene Bilanz vom Rennsonntag (5.4.).

05.04.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nick Heidfeld war der Glückspilz des Rennens. Dabei begann das Glück eigentlich schon mit dem Pech im Qualifying. "Platz elf gestern war unsere Chance das Auto vollzutanken. So konnte ich bei meinem ersten Stopp direkt auf Regenreifen gehen. Am Ende hätte ich das Rennen sogar zu Ende fahren können." Während andere Piloten wild von Regenreifen auf Intermediates und zurück wechselten, blieb Heidfeld bei seiner ersten Wahl. "Ich habe bei der Box zwei, dreimal Intermediates angefragt, aber mir wurde gesagt, dass es besser sei, wenn ich draußen bleibe."

Als die Strategen Heidfeld dann endlich zum Service beorderten wollte plötzlich der Pilot nicht mehr. "300 Meter vor der Boxeneinfahrt habe ich plötzlich gemerkt das es stärker regnet. Da habe ich gesagt, dass ich draußen bleibe." Die Entscheidung brachte ihn am Ende auch noch an Timo Glock vorbei, der kurz vor der Safety-Car Phase und dem Rennabbruch noch unnötig auf Regenreifen wechselte. "Es hat heute wirklich viel Spaß gemacht", so Heidfeld. "Bis auf die letzten zwei Runden. Da bin ich nur noch rumgeeiert. Wir konnten noch nicht einmal dem Safety-Car folgen."

Timo Glock

Timo Glock ist mit acht Punkten Vierter in der Weltmeisterschaft. Für seinen dritten Platz in Sepang bekam der Toyota-Pilot aber nur drei statt sechs Zähler. Es hätten mehr sein können. Das Rennen fing für Glock schlecht an. "Ich hatte einen schlechten Start, bin von Platz drei auf acht zurückgefallen. Links schoss Kimi an mir vorbei, rechts Alonso. Somit hatte ich zwei KERS-Autos vor der Nase. An Vorbeikommen war nicht zu denken." Dann kam Glocks großer Coup. "Ich sah diese schwarze Wolke, aber es wollte eigentlich nicht richtig regnen. Da entschied ich mich für Intermediates. Der Renningenieur hat mir vertraut. Es war ein großes Risiko, aber es zahlte sich aus."

Glock flog an den Autos mit Regenreifen vorbei. "Ich holte einen nach dem anderen, auch als meine Intermediates immer mehr abbauten. Mein Renningenieur sagte: Bleib draußen, du bist immer noch der schnellste im Feld." Erst als der Regen zunahm, bog Glock in die Boxengasse ab. Wieder zum richtigen Zeitpunkt. Für ihn kam der Abbruch eine Runde zu früh. "Das Team gratulierte mir zum zweiten Platz. Als ich zur Siegerehrung ging, erzählte man mir, dass ich nur Dritter bin. Die Runde vor dem Abbruch lag Nick Heidfeld vor mir."

Nico Rosberg

Nico Rosberg startete grandios und bekam wenig. Nach 15 Führungsrunden wurde der Williams-Pilot am Ende nur Achter und bekam dafür ein halbes Pünktchen: "Ich hatte einen super Start - danke an die Ingenieure. Als Fahrer hat man da nicht mehr viel zu tun. Die ersten Runden kam ich gut vom Feld weg. Trulli im Toyota hatte ich im Griff, obwohl er im Training noch schneller gewesen ist. Ich darf sagen: Wir hatten im Rennen das zweitbeste Auto hinter Brawn GP und hätten wenigstens einen dritten Platz verdient gehabt."

Der Renngott wollte es anders. Als es zu regnen begann traf Williams immer die falsche Reifenentscheidung. "Ich will niemandem dafür die Schuld geben", wiegelte Rosberg ab. "Das kann bei so chaotischen Rennen passieren. Aber ich hatte wirklich Pech. Ich fuhr mit Regenreifen im Trockenen, mit Slicks im Regen und mit Intermediates im Wolkenbruch." Abschließendes Fazit: "Wir haben ein sehr gutes Auto."

Adrian Sutil

Adrian Sutil hatte ebenfalls wenig Glück mit seinen Entscheidungen an der Box. In Erwartung des unmittelbar bevorstehenden Regens wechselten beide Force India-Fahrer noch bei trockener Strecke auf Regenreifen. Doch bis es richtig angefangen hat zu schütten, dauerte es noch 30 Minuten. "Dann war es einfach sehr schwierig auf der Strecke und nahezu unmöglich zu fahren", erklärte der Starnberger. Nach dem Abbruch hatte Sutil noch lange auf einen möglichen Restart gehofft: "Es ist schade, dass es nicht noch einmal losging. Ich denke, ich hätte gute Chancen im Nassen gehabt. Aber am Ende war es einfach zu dunkel."

Obwohl es auf Platz 17 erneut nicht zu Punkten reichte, zieht der Force India-Pilot ein versöhnliches Fazit. Ich freue mich schon auf Shanghai, wo ich ein weiteres Wochenende ohne Probleme absolvieren will." An sein Team appellierte er: "Lasst uns die Pace verbessern, ein wenig nach Abtrieb suchen und den Schwung in die nächsten Rennen mitnehmen."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel war der einzige Deutsche in Sepang, der nicht die Zielflagge sah. In der 31. Runde rutschte der Red Bull-Pilot von der Strecke. Kurz darauf wurde das Rennen abgebrochen. "Ich war auf Intermediates unterwegs, und die waren schon ziemlich abgefahren, als in Kurve 7 ein Wolkenbruch niederging. Das Heck brach aus, ich hatte Aquaplaning, da war nichts zu machen, obwohl ich extrem vorsichtig war. Es war einfach zuviel Wasser auf der Strecke. Leider hat das Anti-Stallsystem nicht funktioniert und der Motor starb ab."

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